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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
Es ist bekannt, dass Herzkrankheiten
bei Bevölkerungen, die viel fettigen Fisch wie z.B. Forelle oder Lachs essen,
selten sind. Der positive Effekt ist offenbar auf die Fischöle zurückzuführen,
die langkettige, mehrfach ungesättigte Fettsäuren (n-3 PUFAs), wie Eicosapentaensäure
(EPA) und Docosahexaensäure (DHA), enthalten. Neben ihrer risikomindernden
Funktion für koronare Thrombosen und Arteriosklerose, sind einige n-3 PUFA
in der frühkindlichen Entwicklung bedeutend, z.B. in der Entwicklung des Nervengewebes
und der Retina.
Der pro Kopf Fischkonsum - besonders an fettigen Fischen - ist in vielen Ländern
gering und die Einnahme von Fischölsupplementen wenig reizvoll. Erste Versuche
Fischöle Lebensmitteln zuzusetzen blieben aufgrund des unangenehmen Fischaromas
erfolglos.
Das hier vorgestellte und inzwischen abgeschlossene FAIR Projekt verfolgte
deshalb folgende 3 Ziele:
Es wurde erfolgreich ein
Verfahren entwickelt, dank dessen n-3 PUFAs verschiedenen Produkten (Brot,
Kekse, Suppe, Kleinkindermilchzubereitung) zugesetzt werden konnte und deren
Geschmack akzeptabel bleibt. Bioverfügbarkeitsstudien wurden in Form von Ernährungsstudien
mit Erwachsenen durchgeführt. Es konnte gezeigt werden, dass das neue Zusatzverfahren,
bei dem n-3 PUFAs in Form einer getrockneten Ingredienz spezifischen Lebensmitteln
zugesetzt wurden, ebenso gute Ergebnisse in bezug auf die Zufuhr von n-3 PUFA
und in Folge auf den Plasmaspiegel zeigte, wie die Einnahme von Fischölkapseln.
Damit besteht neben Supplementen und Frischfisch eine Alternative, um die
Aufnahme von Fischöl zu steigern.
Die Dose-Response Studie ergab, dass eine Minimaldosis von 0.9g/Tag n-3 PUFA
notwendig ist, um die Triglyceridspiegel zu senken. Bei dieser Dosis kommt
es zu keiner weiteren LDL-Cholesterol (LDL-C) Oxidation und die Plasma-Gesamt-
und LDL-C-Spiegel bleiben praktisch unverändert. Es gab eine klare Dose-Response
Beziehung zwischen den in nur geringen Mengen zugesetzten n-3 PUFA und dem
daraus resultierenden Anstieg von sowohl LDL n-3 PUFA Gehalt und den EPA-Spiegeln
der Blutplättchen-Phospholipide. Eine Dosis von nur 0.9g/Tag reduzierte die
Plasma-Triacylglycerol Konzentration um 0.24mmol/l, was einer theoretischen
Risikoreduktion für kardiovaskuläre Erkrankungen von 8-18% entspricht. Gleichzeitig
stiegen die HDL-Cholesterol Spiegel (HDL-C, sog. gutes Cholesterol) bei einer
Dosis von nur 0.3-0.9g n-3 PUFA signifikant an. Es besteht eine starke, inverse
Beziehung zwischen HLD-C Konzentration und Sterblichkeit an koronarer Herzkrankheit
(KHK). In dieser Studie entspricht die Erhöhung des HDL-C einer theoretischen
KHK-Risikoreduktion von 11-16%.
Frühere Studien zeigten, dass n-3 PUFA einen anti-thrombotischen, Herz schützenden Effekt haben. Die vorliegende Studie zeigte jedoch bei niedrigen Dosen keine Wirkung auf das Auftreten von Koagulation und Fibrinolyse (z.B. Plasmafibrinogen und Faktor VII). Insgesamt zeigen die Studienresultate, dass der Zusatz von Fischölingredienzien zu schmackhaften Lebensmitteln trotz geringer Mengen an n-3 PUFAs positive gesundheitliche Effekte bewirkt.
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
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