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Werner Pfannhauser
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FFE 416/01/HP11

Den Gesundheitstrend ausschöpfen

In ganz Europa wächst das Interesse an den möglichen gesundheitlichen Eigenschaften von Pflanzeninhaltsstoffen. Es gibt heute zahlreiche Beweise dafür, dass Bevölkerungen, die sich mit viel Früchten, Gemüse, Vollkorngetreide und komplexen Kohlenhydraten ernähren, ein geringeres Risiko für verschiedene chronischer Krankheiten, wie Krebs und kardiovaskuläre Krankheit, haben. Neben Kohlehydraten, Vitaminen und Mineralstoffen enthalten pflanzliche Nahrungsmittel noch tausend andere Substanzen, sog. sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe ("phytochemicals"). Einige ihrer Funktionen und Eigenschaften waren Pflanzenphysiologen schon lange bekannt, aber in letzter Zeit wird den sekundären Pflanzeninhaltsstoffen, d.h. ihren Eigenschaften und Wirkungen auf die menschliche Gesundheit, mehr Beachtung geschenkt.

Sanddorn (Hippophaë Rhamnoides) ist eine ursprünglich im Himalaja und Sibirien heimische Pflanze, die sich später in den Berg- und Küstenregionen Europas verbreitete. In China und Russland ist der funktionale gesundheitliche Nutzen dieser Beeren schon lange anerkannt.
Die Sanddornbeeren enthalten verschiedene Lipide sowie wasser- und fettlösliche Vitamine (v.a. Vitamin E und C), Carotenoide, Zucker, Flavonoide, Mineral- und Aromastoffe. Trotz des bekannten gesundheitlichen Nutzen der Beeren, wurde dieser bisher nicht kommerziell ausgenutzt. Die in Europa soweit eher unbekannten ernährungsphysiologischen Eigenschaften der Beeren und daraus hergestellter Produkte wurden nun erstmals im Rahmen des vorliegenden Projekts untersucht. Die Sanddornbeere könnte mit der Entwicklung neuer "gesunder" Lebensmittel und Supplemente bald der neuste Renner im Gesundheitssektor werden.

Im Rahmen des Projektes lieferten klinische Studien Informationen zur gesundheitlichen Wirkung von Sanddornölen und -saft, welche bei neuen Produktentwicklungen eingesetzt werden können. Diese Ergebnisse können Grundlage für weitere Studien sein, welche sich auf die vielversprechenden gesundheitlichen Wirkungen einzelner Fraktionen der Sanddornbeere konzentrieren. Bisher haben erste klinische Studien positive Effekte auf das Blutbild gezeigt.

Projekt Nr: FAIR-CT98-9513

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