O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
KEG
CONSULTING AGENCY

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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries.

 

FFE 419/01/CG 11

Sicherheit von Gemüse aus biologischem Anbau

In den meisten europäischen Ländern ist ein steigender Trend bei Produkten aus biologischer Landwirtschaf zu verzeichnen. Einer der Hauptgründe, der die Konsumenten zum Kauf von Bio-Produkten bewegt ist deren natürliche Produktionsweise, ohne jeglichen Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln. Diese Tatsache bringt jedoch auch gewisse Schwierigkeiten mit sich. Zum Beispiel gibt es für biologische Produkte keinerlei chemische Möglichkeiten zur Restriktion von Schimmelpilzwachstum. Manche Schimmelpilze produzieren für Tiere und Menschen gesundheitsschädigende Mykotoxine. Eine frühzeitige Detektion von Schimmelpilzbefall bzw. von Mykotoxinbildung wäre für die Sicherstellung der hohen Qualitätsstandards von Bio-Produkten von großer Bedeutung.
In diesem Projekt sollten rasche Nachweismethoden für Mykotoxin- bzw. Schimmelpilzbefall am Beispiel von Karotten für den biologischen Landbau entwickelt werden. Die Ergebnisse sind natürlich auf sämtliche Gemüsesoreten anwendbar.
Zunächst wollte man herausfinden, in welchen Bereichen des Produktionsprozesses die Schimmelpilze bzw. deren Toxine auftreten und in welcher Quantität. In Folge soll den Produzenten mit Hilfe eines entwickelten Kontrollplans ermöglicht werde, die Qualität und somit die Sicherheit ihrer Produkte vom Feld bis ins Geschäft verfolgen und überprüfen zu können.
Verschiedene Nachweismethoden für die Schimmelpilzgattung Alternaria in Karotten wurden getestet. Die Schimmelpilzinfektion kann optisch durch kleine schwarze Punkte an der Karottenoberfläche erkannt werden. Die traditionelle Nachweismethode beruht auf dem Wachstum des Schimmelpilzes auf speziellen Nährmedien. Dieses Verfahren gilt als sehr zuverlässig, dauert jedoch in der Regel 7 bis 14 Tage.
Zur rascheren Beurteilung stehen molekulare Methoden zur Verfügung. Dabei handelt es sich um die Identifizierung von genetischem Material des Schimmelpilzes oder um den Nachweis der gebildeten Toxine. In diesem Projekt konnte gezeigt werden, dass diese Methoden prinzipiell machbar, jedoch noch nicht genau genug für die routinemäßige Anwendung sind. Diese Entwicklungen ermöglichen jedoch zukünftig ein Monitoring des Mykotoxinwachstums während der Produktion, Lagerung und Verarbeitung von Gemüse.

Project No: QLK1-1999-00986 (SAFE ORGANIC VEGETABLES)

Project Co-ordinator:
Dr. Ruud W. van den Bulk
Manager Business Unit Plant Development and Reproduction
Plant Research International
P.O. Box 16
6700 AA Wageningen
The Netherlands
Phone: +31-(0)317-476 958 / 477 001
Fax: +31-(0)317-418 094
e-mail: R.W.vandenbulk@plant.wag-ur.nl

Österreichischer FFE-4 Netzwerkleiter:

O. Univ. Prof. Dr. Werner Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
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