O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries.

 

FFE 436/01/CG 16

 

Antioxidativer Schutz durch Obst und Gemüse

Zahlreiche Studien belegen die positiven gesundheitlichen Effekte einer obst- und gemüsereichen Ernährungsweise. Obst und Gemüse scheinen vor allem das Risiko für Krebs und Herz - Kreislauf Erkrankungen zu verringern.
Diese schützenden Effekte von Obst und Gemüse werden auf deren hohe Konzentration an Carotinoiden, wie Lycopin in Tomaten und Wassermelonen, ß-Carotin in Karotten, einigen Obst- und grünen Gemüsesorten und Lutein in gelben und grünen Gemüsen, zurückgeführt. Diese Komponenten zählen zu den antioxidativ wirksamen Substanzen und tragen beispielsweise zu einer Verringerung der Oxidation von DNA und von bestimmten Cholesterinfraktionen in unserem Körper bei.
Ziel dieses EU FAIR Projektes war es, die genannten Hypothesen durch eine groß angelegte Studie mit hohen Probandenzahlen zu verifizieren. Es konnte jedoch kein Beweis für die antioxidative Aktivität von isolierten ß-Carotin-, Lutein- und Lycopinsupplementen erbracht werden. Zusätzlich wurden jedoch die positiven gesundheitlichen Effekte von carotinreichen Obst- und Gemüsesorten im Vergleich zu Carotinoid-Supplementen untersucht. Die Ergebnisse dieser Studie zeigten sehr wohl einen protektiven Effekt eines hohen Obst- und Gemüsekonsums durch eine Verminderung des LDL Cholesterins im Blut und einer Reduzierung der oxidativen DNA Zerstörung. Möglicherweise spielen auch andere Substanzen in Obst und Gemüse neben den Carotinoiden oder in Kooperation mit ihnen eine Rolle bei der antioxidativen Wirkung.
Der größtmögliche Schutz kann wahrscheinlich durch ein natürliches Gleichgewicht an Carotinoiden, mit einer Ernährung reich an carotinoidhaltigen Obst- und Gemüsesorten, erzielt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die lebensmittelbezogene als auch die substanzbezogene Forschung im Lebensmittel- und Ernährungsbereich von großer Bedeutung ist.

Project No: AIR2-CT93-0888 http://www.ifr.bbsrc.ac.uk/Diet/Micronutrients_EUinit1.html

Project Co-ordinator:

Prof. Susan Southon
Institute of Food Research Norwich Research Park Colney,
Norwich, UK.
Tel: + 44-1603-255176;
Fax: + 44-1603-255237;
e-mail: sue.southon@bbsrc.ac.uk

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