O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
KEG
CONSULTING AGENCY

A-1180 Wien, Kreuzgasse 79

Tel.+Fax: 01/470 35 86
e-mail: werner.pfannhauser@tugraz.at

FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries.

 

FFE 448/01/SME 22

Lykopin, Antioxidans aus Tomaten

Die günstigen Auswirkungen einer obst- und gemüsereichen Ernährungsweise auf die menschliche Gesundheit sind unbestritten. Neuere Untersuchungen in diesem Zusammenhang beschäftigten sich mit der Rolle vieler natürlicher Antioxidantien wie z.B. dem Carotinoid Lykopin bei der Verhütung von Krebs und Herzkreislauferkrankungen. Epidemiologische Studien zeigten, dass das Risiko des Auftretens dieser Krankheiten mit der geringen Aufnahme von Tomaten, der Hauptquelle des Lykopins, zunahm.

Natürliche Antioxidantien - oft Flavonoide, Carotinoide oder einfache Phenole - kommen in vielen, insbesondere farbigen, pflanzlichen Lebensmitteln vor. Wegen der angenommenen positiven Auswirkung auf die Gesundheit werden viele dieser Antioxidantien extrahiert und als Lebensmittelbestandteil vermarktet.

Ziel dieses abgeschlossenen FAIR-Programmes war es, die europäische Tomatenindustrie und Forschungszentren zusammen zu führen, um das Verständnis über Rolle und Kontrolle von Lykopin aus Tomaten zu verbessern. Das Projekt wurde in vier Themengruppen bearbeitet:

Methodische und genetische Aspekte
Verarbeitung und Bioverfügbarkeit
Epidemiologische Untersuchungen
Mechanismen und Biomarker

Einige der Hauptergebnisse - der vollständige Abschlussbericht ist unter www.tomato.org verfügbar - sind:

Das Lykopin-Molekül ist während der Verarbeitung stabil wenn keine Zellzerstörung auftritt Die Stabilität nimmt bei der Herstellung und der Lagerung von Pulver ab Lykopin (als lipophiles Molekül) zeigt in wässrigem Milieu eine geringe Bioverfügbarkeit und antioxidative Eigenschaften, während es in einem Lipid-Milieu sehr reaktionsfreudig und sehr gut bioverfügbar ist. In Human-Intervention-Studien nahm der Lykopinspiegel im Plasma zu, aber im Gegensatz zu Beta-Carotin wurde kein Einfluss auf das Immunsystem fest gestellt. Lykopin verändert das Fettsäuremuster im Plasma der Probanden. Bei relativ niedrigen Konzentrationen schützte Lykopin in den Zellen die Zellmembranen und DNA gegen Oxidation während sich bei höheren Konzentrationen diese Effekte umkehrten.

Projekt-Nr.: FAIR-CT97-3233 http://www.tomato.org/

Kontaktperson:

Bernard Bièche
AMITOM
27 avenue de l` Arrousaire
BP 235
FR-84010 Avignon Cedex 1
Tel.: 0033-490-861695
Fax: 0033-490-270658

Österreichischer FFE-4 Netzwerkleiter:

O. Univ. Prof. Dr. Werner Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: werner.pfannhauser@tugraz.at
Internetz: http://www.cis.tugraz.at/ilct