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Werner Pfannhauser
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FFE 456/01/CG 24

 

Die Tomate: möglicherweise ein Förderer der Gesundheit

Die schädigende Wirkung von freien Radikalen beruht auf ihren zellzerstörenden Eigenschaften, die in weiterer Folge beispielsweise zu Krebs und Herz- und Kreislauferkrankungen führen können. Glücklicherweise gibt es jedoch auf der anderen Seite auch Abwehrmechanismen gegen freie Radikale.

Die oxidativen Reaktionen werden durch antioxidativ wirkende Substanzen gehemmt bzw. blockiert. Es ist lange bekannt, dass in Tomate viele Antioxidantien enthalten sind: Lycopin, ß-Carotin und Polyphenole finden wir hauptsächlich in der Schale und den Randschichten der Tomate. Im Gegensatz dazu sind Vitamine C im Fruchtfleisch und Vitamin E in den Samen der Tomate lokalisiert.

Ziel dieses Projektes war es, Informationen über die Wirkung und Funktion dieser Substanzen bei der Bekämpfung von freien Radikalen im Körper zu erhalten. Zahlreiche Studien- und Forschungsergebnisse zu dieser Thematik wurden überprüft bzw. mit einbezogen. Die Wissenschafter kamen zu dem Entschluss, dass eine Ernährung reich an Tomaten das Risiko für Krebs im oberen Darmtrakt, im Respirationstrakt sowie für Lungen- und Magenkrebs deutlich reduziert. Für alle weiteren Krebsarten und für andere Erkrankungen konnten keine signifikanten Zusammenhänge beobachtet werden.

In weiterer Folge galt das Interesse der Forscher vorallem dem Lycopin, wofür die Tomate möglicherweise die beste Quelle darstellt. Die spezifischen gesundheitsfördernden Effekte von Lycopin sollten anhand aktueller Forschungsergebnisse aufgezeigt werden. Das Resultat war eher ernüchternd. Die meisten Studien befassten sich mit Carotinen im allgemeinen und nicht spezifisch mit Lycopin. Daher ist es derzeit noch nicht möglich, definitive Rückschlüsse über die gesundheitsför-dernden Effekte von Lycopin zu ziehen. Weitere Forschungstätigkeiten auf diesem Gebiet sind erforderlich.

Project No: FAIR-CT97-3233 http://www.tomate.org/

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