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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 498/02/HP39
Allergische Reaktionen auf Lebensmittel (LM) sind relativ selten, können aber lebensbedrohend sein. Für Allergiker ist es deshalb extrem wichtig zu erfahren, welche LM sie meiden müssen und wie sie im Falle einer allergischen Reaktion bei unbewußtem Verzehr eines kritischen LM (z.B. als 'versteckter' Bestandteil/Inhaltsstoff) reagieren müssen. Zu den Massnahmen zur Risikoreduktion von allergischen Reaktionen auf LM-Allergene (Bestandteil eines LM, auf den eine Person empfindlich reagiert) zählen:
Ziel dieses FAIR Projektes war es, Methoden zum Schutz von Personen zu
entwickeln, die bereits beim Verzehr von Spuren des Allergens ein Risiko
für schwerwiegende allergische Reaktionen haben. Doppelblinde Placebo kontrollierte
LM-Tests (DBPCFC), ein wesentlicher Bestandteil in der Diagnose von Personen
mit LM-Allergien, wurden eingesetzt, um Patienten mit wahren allergischen
Reaktionen zu identifizieren. Es war wichtig, die anschließenden klinischen
Studien nur mit solchen Patienten durchzuführen, denn nur so können zuverlässige
Diagnosemethoden für die Erkennung und Messung von Allergenen entwickelt
werden. In der vorliegenden Studie wurden drei LM-Modelle eingesetzt: (1)
Gruppe der Steinfrüchte (Prunus, Pfirsichfamilie; eine der häufigsten Ursachen
von LM-Allergien und anaphylaktischen Reaktionen, Säfte und Pürees dieser
Früchte werden vielfach in LM eingesetzt); (2) Haselnüsse (Verwendung v.a.
in Back- und Konditorwaren sowie in Eiscreme); (3) Knollensellerie (ein
sehr häufiger Auslöser anaphylaktischer Reaktionen in Zentraleuropa, wo
er in vielen Gerichten verwendet wird). Mit den neu entwickelten diagnostischen
Methoden wurden allergene Moleküle isoliert und charakterisiert. Hiefür
wurden Sera der Patienten eingesetzt, um die Hauptallergene in den ausgewählten
LM-Gruppen immunologisch zu identifizieren. Die im Rahmen des Projektes
neu entwickelten Methoden könnten von der LM-Industrie für die Herstellung
von hypoallergenen LM eingesetzt werden. Dank der Produktion von LM mit
einem reduzierten Allergiepotential, kann das Risiko eines anaphylaktischen
Schock durch versehentlichen Verzehr dramatisch herabgesetzt werden. Eine
Broschüre über Lebensmittelallergien wird im Laufe des Jahres 2002 erscheinen. Projekt Nr. FAIR-CT97-3224 Projektkoordinator: Prof. Claudio Ortolani
Divisione Medica Bizzozero
Centro di Riferimento Regionale di Allergologia e Immunologia Clinica
Piazza Ospedale Maggiore 3
IT-20162 Milan
ITALY
Tel.: +39-02-64442414
Fax: +39-02-64442027
e-mail: ortolani@stnet.net
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
Internetz: http://www.pfannhauser.at