O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
KEG
CONSULTING AGENCY

A-1180 Wien, Kreuzgasse 79

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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries.

 

FFE 501-02-CG 39

 

Mehr Klarheit über häufig vorkommende Allergene

Personen mit Nahrungsmittelallergien sind es gewohnt, die Zutatenlisten von Produkten mit großer Sorgfalt zu studieren, um herauszufinden, ob die gefürchteten, allergieauslösenden Substanzen (Allergene) im Produkt enthalten sind. Kleine Mengen besagter Substanzen können jedoch unbeabsichtigt während des Produktionsprozes-ses, des Transportes oder der Lagerung jederzeit ins Produkt gelangen. Beispielsweise können Allergene in ein Produkt gelangen, wenn dieses in einer Produktionsanlage produziert wird, wo zuvor ein anderes Produkt, welches eben dieses Allergen enthält, produziert wurde. Der Fachausdruck dafür lautet Kreuzkontamintation. Egal wie detailliert die Zutatenliste auch sein mag, sie alleine kann keine 100 % ige Sicherheit für den Allergiker bieten. In diesem abgeschlossenen FAIR Projekt wollte man dieses Problem an der Basis lösen. Das Ziel war die Entfernung der natürlich existierenden Allergene in Nahrungsmitteln mit hohem allergenen Potential wie Haselnüsse, Sellerie und Steinobst (Pfirsich, Marille und Pflaume). In einem ersten Schritt wurden die allergieauslösenden Substanzen identifiziert, um in weiterer Folge durch die Umwandlung dieser Substanzen hypoallergene Nahrungsmittel zu produzieren. Eine Gruppe von Allergikern nahm an einer placebokontrollierten Doppelblindstudie teil. Weder der Patient noch der Arzt weiß bei diesen Nahrungsmittelprovokationstests, ob der Patient eine allergieaktive oder -inaktive Substanz erhält. Allergene der oben genannten Nahrungsmittel wurden identifiziert, isoliert und in Folge wurden hypoallergene Produkte erzeugt. Aufgrund dieser Untersuchungen konnte erstmals die Anwesenheit von Allergenen in herkömmlichem Pfirsichnektar bestätigt werden. Ein Verfahren zur Produktion von hypoallergenem Pfirsichsaft bzw. -nektar wurde entwickelt. Weiters konnten die Wissenschafter zeigen, dass das Allergen der Haselnuss sehr hitzeresistent ist. Es wurde eine Methode entwickelt, mit der bereits 0,001 % Haselnussrückstände in Produkten messbar sind. Dieses Projekt liefert zahlreiche neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Nahrungsmittelallergene und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung hypoallergener Produkte für Allergiker.

Project No: FAIR-CT97-3224

Project Co-ordinator:

Prof. Claudio Ortolani
Divisione Medica Bizzozero
Centro di Riferimento Regionale di Allergologia e Immunologia Clinica
Piazza Ospedale Maggiore 3
IT-20162 Milan
ITALY
Tel.: +39-02-64442414
Fax: +39-02-64442027
e-mail: ortolani@stnet.net

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