O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
KEG
CONSULTING AGENCY

A-1180 Wien, Kreuzgasse 79

Tel.+Fax: 01/470 35 86
e-mail: keg@pfannhauser.at

FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries.

 

FFE 512/02/SME 44

 

Lebensmittel-Inhaltsstoffe und Dickdarmkrebs

Eine neue Methode zur in-vitro-Untersuchung wurde entwickelt, um Lebensmittel-Inhaltsstoffe zu identifizieren, die vorbeugend bzw. hemmend auf die Entstehung von Darmkrebs wirken können. Nach Angaben ihrer Erfinder basiert die Methode auf der Erkennung von charakteristischen genomischen Veränderungen (mehrfach-Genexpression sowie Änderungen der Proteinkonzentratio-nen), die an der Entstehung von Dickdarmkrebs beteiligt sind. Die an diesem aktuellen europäischen Projekt beteiligten Wissenschafter sind dabei, die für die Entwicklung bzw. Hemmung von Darmkrebs wichtigen Gene sowohl im Tierversuch (Ratten) als auch am Menschen zu identifizieren. Im Tierexperiment werden hierbei eine Reihe von karzinogenen Agenzien bzw. antikarzinogene Substanzen, darunter das Flavonoid Resveratol, eingesetzt.

Die sowohl in gesunden als auch in Tumorzellen bzw. solchen aus Krebszelllinien exprimierten Proteine (die sogenannten Proteome) werden mit Hilfe des sogenannten "protein mapping" charakterisiert. Das als Modellsubstanz ausgewählte Resveratol scheint sich wegen seines ausgeprägten hemmenden Effekts auf das in-vitro-Wachstum menschlicher Darmkrebs-Zellen als vielversprechen-der Lebensmittel-Inhaltsstoff zu erweisen. Krebszelllinien, die über einen längeren Zeitraum der Einwirkung von Resveratol ausgesetzt waren, wiesen eine deutlich erhöhte Absterberate auf. Mehr als die Hälfte aller Krebsfälle des Verdauungstraktes entstehen nach Schätzungen von Experten im Zusammenhang mit der Ernährung.

Deshalb ist es wichtig, Nahrungsbestandteile zu identifizieren, die das Risiko für die Entstehung insbesondere von Dickdarmkrebs reduzieren (oder verstärken) können. Folgende Mechanismen, die an der Krebsentstehung beteiligt sind und durch Nahrungsmit-telbestandteile beeinflusst werden können, kommen hierfür in Betracht: die Bildung von Karzinogenen bzw. deren Veränderung oder Verringerung ihrer Konzentration, Maßnahmen zum Schutz der DNA gegen Schäden, Anti-Oxidation oder die gezielte Einleitung der Absterbephase der Krebszellen.

Projekt-Nr.: QLK1-1999-00706 (FFACC)

Kontakt:

Dr. Ruud Woutersen
TNO Voeding
Utrechtseweg 48
Postbus 360
3700 AJ Zeist
THE NETHERLANDS
Telephone: +31-30 6944485
Telefax: +31 30 6960264
E-mail: Woutersen@voeding.tno.nl

Österreichischer FFE-4 Netzwerkleiter:

O. Univ. Prof. Dr. Werner Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
Internetz: http://www.pfannhauser.at