O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 519-02-CG 45

 

Vitamin D: aus der Nahrung und von der Sonne

Rachitis, eine Vitamin D Mangelerkrankung, ist europaweit wieder tendenziell im Steigen begriffen. Vitamin D Mangel ist weiters ein Risikofaktor für Hüftfrakturen bei älteren Menschen sowie für niedrige Knochendichte bei rasch wachsenden Jugendlichen. 3 Bevölkerungsgruppen haben ein besonders hohes Risiko von einer Vitamin D Mangelversorgung betroffen zu sein: ältere Menschen, Immigranten und Kinder. Die Notwendigkeit der Entwicklung neuer fettreduzierter, Vitamin D angereicherter Nahrungsmittel (z.B. Vitamin D angereichertes Brot) wird von der Projektleitung dieses neuen EU-Projektes, welches sich mit der Optimierung der Vitamin D Anreicherung befasst, betont.

Es gibt 2 Vitamin D Quellen: Eigenproduktion mit Hilfe des Sonnenlichtes und Vitamin D reiche Nahrungsmittel. Für die meisten Leute stellt jedoch die Eigenproduktion des Vitamins mit Hilfe des Sonnenlichtes die bedeutendere Quelle dar. Die Vitaminvorstufe in der Haut wird durch die UV Strahlung des Sonnenlichtes zu Vitamin D umgewandelt. In den Wintermonaten mit geringer Sonneneinstrahlung sind wir auf den angelegten Vitamin D Speicher im Körper und auf die Zufuhr mit der Nahrung anwiesen. Die Ernährung stellt also die 2. Quelle für Vitamin D dar, wobei nur wenige Nahrungsmittel Vitamin D reich sind. Beispiele hierfür sind fettreiche Fische, Milchprodukte und angereicherte Margarinen. Im Allgemeinen liegt die Vitamin D Aufnahme der europäischen Bevölkerung weit unter den Empfehlungen, und Vitamin D Mangelerscheinungen sind ein ernstzunehmendes gesundheitliches Problem für große Populationsgruppen Europas. Personen, die aus sozialen oder religiösen Gründen zu wenig Sonnenlicht bekommen, wie beispielsweise aufgrund von Bekleidungsvorschriften oder mangelnder Mobilität, sind als Risikogruppen zu betrachten.

Ziel dieses EU-Projektes unter der Leitung von Dr. Christine Brot ist die langfristige Verbesserung des Vitamin D Status der europäischen Bevölkerung. Es soll überprüft werden, ob Vitamin D Anreicherung eine geeignete Maßnahme zur Behebung der Mangelversorgung bei großen Populationsgruppen Europas ist. Weiters sollen die jeweiligen optimalen Anreicherungsmengen festgelegt werden. Eines der bisherigen Ergebnisse dieses Projektes ist die Entwicklung eines mit Vitamin D angereicherten Brotes.

Project: QLK1-2000-00623 (OPTIFORD) http://www.optiford.org

Project co-ordinator:

Dr. Christine Brot
Department of Nutrition
Institute of Food Safety and Nutrition
Danish Veterinary and Food Administration
Moerkhoej Bygade 19
DK-2860 Søborg
DENMARK
Tel: + 45 3395 6332
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