O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 523/02/HP46

 

Rotwein für gesunde Arterien


Das 'French Paradox' bezieht sich auf die sehr niedrige Inzidenz- und Mortalitätsrate für ischämische Herzkrankheiten in Frankreich. Dies obwohl in Frankreich weder seltener geraucht wird noch die Serumcholesterolwerte und die Aufnahme gesättigter Fette geringer sind als in anderen Ländern. Könnte der Rotweinkonsum verantwortlich sein ?

Gemäss Aussage von Forschern, die sich zusammengefunden haben, um im Rahmen eines von der EU finanzierten Projektes das 'French Paradox' zu untersuchen, "könnten sich Rotwein und polyphenolische Rotweinextrakte (RWPE) als vorteilhaft im Kampf gegen die Haupttodesursache der europäischen Bevölkerungen herausstellen". Die koronare Herzkrankheit ist die häufigste Todesursache in vielen Ländern, weshalb Wissenschaftler daran interessiert sind, Präventionsmass-nahmen ausfindig zu machen. Dieses Projekt leistet einen Beitrag zur Beweislage der epidemiologischen Beziehung zwischen einem mässigen Rotweinkonsum und der Vermeidung von Herzkreislaufleiden. Das Projekt konzentriert sich auf die biologischen Effekte der RWPE in verschiedenen in vitro Modellen und in vivo, um herauszufinden, wie diese Substanzen den arteriosklerotischen Prozess beeinflussen. RWPE zeigten mehrere günstige Wirkungen:

Weiterhin zeigte eine Humanstudie mit 40 gesunden Freiwilligen, die während 4 Wochen Rotwein (ein Äquivalent von 30g Alkohol/Tag) tranken, dass die HDL-Cholesterolspiegel (das sog. 'gute' Cholesterol) signifikant stiegen und die Oxidation von LDL-Cholesterol reduziert war. Wenn die Freiwilligen dieselbe Menge Alkohol in Form von Branntwein zu sich nahmen, war dieser Effekt nicht zu beobachten. Bei Konsum von Rotwein zeigte sich zusätzlich noch ein signifikanter Abfall verschiedener Marker für Herzkreislaufkrankheiten, die auf zirkulierenden Zelloberflächen oder im Plasma gemessen wurden. Die Forscher führten auch eine Meta-Analyse aller verfügbaren epidemiologischen Studien durch. Ergebnis war eine negative Beziehung von mässigem Weinkonsum (150-300 ml/Tag) und dem Risiko für die wichtigsten Herzkreislaufkrankheiten.

Projektnr.: FAIR-97-3261 (WCVD)

Projektkoordinator:

Dr Giovanni de Gaetano,
Centro di Ricerche e Formazione ad Alta Tecnologianelle Scienze Biomediche,
Università Cattolica,
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