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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 528-02-CG 48
Wissenschafter und Experten von Konsumentenvereinigungen haben eine Blick in die Zukunft der Lebensmittelproduktion gewagt und versucht, mögliche Trends und Entwicklungen aufzuzeigen. Der breite Einsatz von Enzymen in der Lebensmittelproduktion und Bierproduktion mit genetisch modifizierten Hefen seien nur als Beispiele genannt. Die deutschen Experten waren mit Abstand die kritischsten Teilnehmer, die in dieses EU-Projekt involviert waren, vor allem die Vertreter der Bauern, Konsumenten und die Biotechnologiegegner.
Ziel dieses 1998 abgeschlossenen
EU-Projektes war es, den Einfluss der Biotechnologie auf die Landwirtschaft
und den Lebensmittelsektor in Deutschland, den Niederlanden, Italien, Spanien
und Griechenland zu analysieren. Mehrere tausend Experten aus Wissenschaft,
Industrie, Landwirtschaft, Konsumentenschutzorganisationen, Politik und Verwaltung
wurden in den genannten Ländern ausgewählt. Die Experten wurden gebeten, ihre
Stellungnahmen zu möglichen "Zukunftsvisionen" im Bereich Landwirtschaft und
Lebensmittelproduktion abzugeben.
In Deutschland zeigten sich große Unterschiede in den Zukunftsprognosen der
verschiedenen Expertengruppen. Die größten Gegensätze ergaben sich zwischen
den Experten von Industrie und Forschungsinstitutionen auf der einen Seite
und Konsumentenvertretern und Biotechnologiegegnern auf der anderen Seite.
Die Aussagen der Vertreter der Landwirtschaft positionierten sich zwischen
den beiden Gruppen, jedoch mit klarer Tendenz zu den Konsumentenvereinigungen
und Biotechnologiegegnern.
Die größten Meinungsunterschiede zwischen den 5 Expertengruppen ergaben sich
bei dem Gebiet der Enzymanwendung in der Lebensmittelindustrie. Generell beurteilten
Experten aus Industrie und Wissenschaft diese neuen Entwicklungen eher positiv,
während die meisten Vertreter der Bauern und der Biotechnologiegegner eher
skeptisch bis ablehnend reagierten. Aufgrund von ethischen Gesichtspunkten
und Risikofaktoren lehnen die meisten europäischen Konsumenten die moderne
Biotechnologie in der Lebensmittelproduktion ab, während ihre Anwendungen
im medizinischen Bereich durchaus akzeptiert werden.
Project No: FAIR-CT95-0269
Project Co-ordinator:
Dr. Klaus Menrad,
Fraunhofer Institute for Systems and Innovation Research,
Breslauer Str. 48,
D-76139, Karlsruhe,
GERMANY
Tel: +49-721-6809-330;
Fax: +49-721-6809-176
E-mail: me@isi.fhg.de
URL: http://www.isi.fhg.de/homeisi.htm
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
Internetz: http://www.pfannhauser.at