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Werner Pfannhauser
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FFE 566/02/SME 62

 

Neue Biopolymere zur Lebensmittelverpackung

Hartkäse könnte in Zukunft in neuen Biopolymeren verpackt sein, die seine Haltbarkeit verlängern. Durch den Ersatz von Kunststoffen aus fossilen Quellen durch "nachwachsende" Biopolymere kann die Umwelt geschützt werden und gleichzeitig die Ausnutzung von Nebenprodukten der Landwirtschaft verbessert werden.

Die neuen Biopolymere können auf Proteinen wie Kasein, auf Kohlehydraten wie Stärke, Cellulose oder Chitosan, auf Lipiden, auf aus überflüssigen Monomeren der Landwirtschaft wie Polylactat (PLA) und schließlich auf bakteriell erzeugten Polymeren, wie z.B. Poly 3-hydroxy-butyrat (PHB) basieren. Letztere können durch auf Abfallstoffen wachsende Mikroorganismen erzeugt werden.

Die Teilnehmer eines neuen QLK-Projekts beschäftigen sich mit diesen Substanzen, um mit diesen Hartkäse zu verpacken: Sie entwickeln ein neues proaktives Verpackungsmaterial auf der Basis von PLA, in das sie Sauerstoffradikalfänger und in Cyclodextrin verkapselte Konservierungsmittel einbringen, um die Käseoxidation (Entwicklung eines ranzigen Geschmacks) und das Oberflächenwachstum von Schimmelpilzen zu verringern. Sie erwarten, das neue und konkurrenzfähige Verpackungsmaterial im Pilotmaßstab zu produzieren und mit ihm die Haltbarkeit von Hartkäse von 2-3 auf 9 Monate zu verlängern. Sie streben außerdem durch eine Abschätzung der Umweltauswirkungen an, die ökonomischen und ökologischen Vorzüge der neuen Verpackung zu demonstrieren.

Einige der Teilnehmer waren vorher an einer abgeschlossenen konzertierten FAIR Aktion beteiligt, die einen Überblick über die Produktion und die Anwendung von biologisch basiertem Verpackungsmaterial für die Lebensmittelindustrie gewonnen hat. Ergebnisse des Projekts sind unter http://www.mli.kvl.dk/foodchem/special/biopack/FOODBIOPACK.pdf.
veröffentlicht.

Project No: QLK5-2000-00799 (BIOPACK) http://www.biopack.org/
Project Co-ordinator: Prof Grete Bertelsen
Centre for Advanced Food Studies (LMC-KVL)
The Royal Veterinary and Agricultural University
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