O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 568/02/HP 61

 

Fisch, eine gute Selenquelle

Neue Europäische Forschungsresultate zeigen, dass Selen aus Fisch ebenso gut wie Selen aus pflanzlichen Nahrungsmitteln resorbiert wird.
Das Interesse an Selen ist gross, nachdem epidemiologische Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen Selenmangel und dem Auftreten verschiedenartiger Krankheiten, nämlich Krebs, Herzkrankheit, Arthritis und AIDS, feststellten.
Fisch enthält Selen, aber über dessen Bioverfügbarkeit im Vergleich zu anderen Lebensmittelquellen besteht noch Unklarheit. Die Selenbioverfügbarkeit hängt von der Form (oder Art) des Selen ab.
In einem Teil der Studie wurde die Bioverfügbarkeit von Selen aus gekochter und verarbeiteter Forelle mit der Bioverfügbarkeit von Selen aus Hefe verglichen. Hierzu wurden zwei Parallelstudien in Holland und England durchgeführt. In jedem Land konsumierten je 6 gesunde Männer mit 74Se markierte gekochte Forelle, 6 Männer mit 74Se markierte roh gesalzene Forelle und 6 weitere Männer verzehrten mit 72Se markierte Bierhefe. Die Resorption wurde mit Hilfe einer fäkalen Ausscheidungstechnik verfolgt. Es wurde gezeigt, dass Fisch eine gute Quelle bioverfügbaren Selens ist und die Bioverfügbarkeit durch Verarbeitungsmassnahmen (Kochen; Salzen) unbeeinflusst bleibt. Die mittlere Resorptions-rate von Fisch betrug 85-90%, von Hefe im Vergleich 50%.
In einer weiteren Studie in diesem Projekt wurde evaluiert, ob spezifische Plasma-Selenoproteine als Biomarker für den Selenstatus oder die Selenbioverfügbarkeit in kurzzeitigen Verzehrsstudien eingesetzt werden könnten. Fast alles Selen im tierischen und pflanzlichen Organismus sowie in Mikroorganismen ist an Proteine gebunden. Zwei menschliche Plasma-Selenoproteine sind bekannt: die extrazelluläre Glutathionperoxidase und das Selenoprotein P. In den durchgeführten Verzehrsstudien wurde keine wesentlichen Veränderungen der extrazellulären Glutathionperoxidase beobachtet, was darauf hindeutet, dass Selenoprotein P der bevorzugte Biomarker für derartige Studien darstellt.

Projektreferenz: FAIR-CT95-0771

Projektkontakt:

Dr Joop B. Luten
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E-mail: joop@rivo.dlo.nl ; J.B.Luten@rivo.wag-ur.nl
URL: http://www.rivo.dlo.nl/dep-vv/index.htm

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