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FFE 572-02-CG 62

 

Über Vitamin A und Toxine und ihr Risiko für ungeborene Kinder


Dioxine und PCBs (polychlorierte Biphenyle) sind Umweltkontaminanten, die in zahlreichen Lebensmitteln, im speziellen in fetten Fischen und Leber enthalten sein können. Ihr Vorhandensein beispielsweise in Fisch kann als Indikator zur Beurteilung der Situation der Umwelt herangezogen werden.

Schwangeren Frauen wird empfohlen, hohe Dosen an Vitamin A zu vermeiden. Während der Schwangerschaft sollen keine Leber bzw. leberhaltigen Produkten konsumiert werden, denn zu hohe Vitamin A Konzentrationen werden mit Entwicklungsschäden des ungeborenen Kindes assoziiert. Jedoch auch zu geringe Aufnahmen stellen ein Risiko dar.

Andererseits wurde behauptet, dass Umwelttoxine wie Dioxine und PCBs angeblich zu einer Vitamin A Verminderung führen.

Eine Gruppe europäischer Wissenschafter wollte diese Theorie, die auf Tierexperimenten basierte, bestätigen.
Zu ihrem Erstaunen zeigten die durchgeführten Studien, dass die Toxine eher zu erhöhten Vitamin A Konzentrationen führten als zu einer Vitamin A Mangelsituation. Die Toxinkonzen-trationen waren jedoch relativ hoch, und die Wissenschafter betonten, dass die Ableitung eines Risikos für den Menschen, im speziellen für schwangere Frauen, aus den Ergebnissen nicht ganz berechtigt ist.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass für Personen, im speziellen für Frauen im gebärfähigen Alter, hohe Vitamin A Konzentrationen, verursacht durch den Verzehr von angereicherten funktionellen Produkten oder Lebensmitteln, die an sich Vitamin A reich sind, kombiniert mit Dioxinen und PCBs möglicherweise ein Gesundheitsrisiko darstellen.


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