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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 576/03/SME 66
Die Zucht von Fischarten
mit erhöhtem Selengehalt als funktionelle Lebensmittel besitzt nach den
Schlussfolgerungen von Experten aus 8 Laboratorien in 5 europäischen
Ländern ein beträchtliches Potential.
Fisch ist generell reich an Selen. Es wurde diskutiert, ob Selen aus Fisch
für den Menschen genauso bioverfügbar ist wie aus anderen Quellen.
Dies hängt von der Art (Speziation) der Selen-Verbindung ab.
Diese Forschungszusammenarbeit
hatte drei Ziele:
- Form und Bioverfügbarkeit von Selen in Fisch besser zu verstehen,
- den Selen-Gehalt in Fischprodukten zu erhöhen,
- einen Beitrag zur Verbesserung des Selen-Status des Verbrauchers zu leisten.
Die Forscher entwickelten verschiedene Verfahren, um den Gehalt an Selen in
verschiedenen Fischarten und den Einfluss auf die Bioververfügbarkeit
zu bestimmen. Die Ergebnisse zeigten, daß Selen in einer wasserlöslichen
Proteinfraktion auftritt, die bei Plattfischen in höherem Masse löslich
ist und hauptsächlich niedermolekular auftritt.
Die Wissenschafter untersuchten die Wirkung verschiedener Fischzucht- und -verarbeitungsmethoden auf die Selenspeziation, um den Selengehalt zu optimieren. Die Zuchtversuche zeigten, dass Selenanreicherung bei Lachs, Aal, Wels, Kabeljau und Regenbogen-Forelle bei geeigneter Auswahl der Selenquelle im Futter möglich ist, wobei Selen-Methionin und Selen-angereicherte Hefe am besten sind.
Ernährungsstudien
bestätigten die Bioverfügbarkeit dieses Nährstoffs in gekochtem
und verarbeitetem Fisch. Sie zeigten, dass Fisch eine gute Quelle für
Selen ist und dass die Verarbeitung die Bioverfügbarkeit nicht beeinträchtigt.
Die Ergebnisse zeigten auch, dass die Selenresorption aus Fisch so gut wie
aus pflanzlichem Material erfolgt. Eine weitere Studie untersuchte die Frage,
ob Selenproteine im Plasma als Marker für den Selen-Status oder für
die Bioverfügbarkeit bei Kurzzeit-Studien verwendet werden können.
Zwei Selenproteine wurden im menschlichen Plasma identifiziert, von denen
eines, das Selenprotein P, als geeigneter Biomarker ausgewählt wurde.
Die Bedeutung dieser Befunde liegt darin, dass Selen ein wichtiger Nährstoff
für die Abwehrkräfte des Körpers ist. Es wurden Bedenken geäussert,
dass einige Bevölkerungsschichten weniger als die gegenwärtig empfohlene
Menge aufnehmen. Es wurde ein Zusammenhang festgestellt zwischen Selenmangel
und Erkrankungen wie Krebs, Herzerkrankungen und Arthritis.
Project contact:
Dr Joop B. Luten
DLO-Netherlands Institute for Fisheries Research (RIVO)
Haringkade 1; P.O.Box 68
NL-1970 AB Ijmuiden, THE NETHERLANDS
Tel: +31 255 564 722; fax: 31 255 564 644
E-mail: joop@rivo.dlo.nl ; J.B.Luten@rivo.wag-ur.nl
URL: http://www.rivo.dlo.nl/dep-vv/index.htm
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
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