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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 578-03-HP 65
Adipositas wird von vielen
Gesundheitsfachkräften als Essstörung eingestuft. Es besteht zudem
die Sorge, dass eine unangemessene und unnötige Kontrolle des Körpergewichts,
letztendlich zu Krankheiten wie Anorexia nervosa und Bulimia nervosa führt.
Eine Gruppe europäischer Wissenschafter haben ein Projekt lanciert, das
zum besseren Verständnis der Ätiologie dieser drei Essstörungen
beitragen soll. Umwelt, Genom und Hirn von Personen aus Hunderten von Familien
werden in einer sehr komplexen Studie untersucht, um psychosoziale Variablen
und Eigenschaften zu identifizieren und zu messen, die Risikofaktoren für
diese Krankheiten darstellen.
Die Wissenschafter untersuchen im Einzelnen:
§ individuelle Risikofaktoren, Umweltrisikofaktoren und Entwicklungsrisikofaktoren
anhand von Geschwisterpaaren, bei denen eine Person die Krankheit entwickelt
hat;
§ die Bedeutung von Abmagerungskuren als Auslöser von Essstörungen,
indem Daten von adipösen Jugendlichen in 1000 Zwillingsfamilien evaluiert
werden;
§ "Kandidatengene", zur Bestimmung genetischer Risikofaktoren,
dies anhand des Studiums von 600 Familien und 600 Fällen und Kontrollen
die an den drei Krankheiten leiden.
§ Neuronale Reaktionen im Hirn nach Nahrungsaufnahme unter Anwendung
von Abtastungs-techniken (MRI bildgebende Kernspintomografie, PET).
Es werden Frauen und Männer aus ganz Europa in die Studie einbezogen,
um Unterschiede hinsichtlich Geschlecht und Herkunft/Kultur zu berücksichtigen.
Die Resultate sollen dazu dienen das Ernährungsverhalten der Bevölkerung
zu verbessern, indem Risikofaktoren für die untersuchten Essstörungen
reduziert werden; Experten und die Allgemeinbevölkerung über die
Ursachen der Krankheitsentwicklungen aufzuklären und so Stigma und Diskriminierung
abzubauen; und neue pharmakologische Behandlungsmethoden einzuführen.
Projekt Nr.: QLK1-1999-00916 (FACTORS IN HEALTHY EATING); www.eatingresearch.com
Projektkontakt: Prof Janet Treasure and Dr David A Collier
The Institute of Psychiatry; Division of Psychiatry, Eating Disorders Unit
PO Box 053; De Crespigny Park
Denmark Hill London SE5 8AF, UK
Tel: +44 20 7848 0180 / 0631; Fax: +44 20 7848 0560 / 0051
E-mail: j.treasure@iop.kcl.ac.uk;
d.collier@iop.kcl.ac.uk
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
Internetz: http://www.pfannhauser.at