O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 580-03-CG 64

 

Nachweis von Gluten in Lebensmitteln: eine Verbesserung der Situation für Zöliakiepatienten


Zöliakie wird durch eine Intoleranz auf Eiweißbestandteile in Weizen, Gerste und Roggen, Gluten genannt, verursacht. Die derzeit einzig mögliche Therapie besteht in einer strengen Diät: alle glutenhältigen Lebensmittel, wie beispielsweise Brot, Getreide, Teigwaren, müssen aus dem Speiseplan gestrichen werden.

Ein einfach anzuwendender Test zum Nachweis von Gluten in Lebensmitteln soll im Rahmen eines EU geförderten Projektes entwickelt werden. Der Projektkoordinator Dr. Ludvig Sollid möchte damit Personen, die unter Zöliakie leiden, bei der Nahrungsmittelauswahl helfen. und ermöglichen, dass ungünstige Lebensmittel leicht erkannt und gemieden werden können.
Die tägliche Qual eines Zöliakiepatienten besteht in der genauen Überprüfung der angegebenen Inhaltstoffe der Nahrungsmittel, die er/sie verzehren möchte. Die Symptome der Zöliakie werden durch Gluten verursacht. Gluten sind häufig in Lebensmitteln enthalten, selbst dann wenn es sich bei dem Nahrungsmittel um kein Getreideprodukt handelt. Gluten kommen vermehrt als Lebensmittelzu-sätze zur Anwendung. Daher ist das Vorhandensein von Gluten in vielen Produkten nicht immer unmittelbar abschätzbar.
Ungefähr ein Million Europäer leider an Zöliakie. Die Glutenintoleranz führt zu einer reversiblen Zerstörung der Dünndarmschleimhaut. Bei der Vermeidung von Gluten in der Ernährung können die Schäden wieder rückgängig gemacht werden.
Durch die Schäden an der Darmschleimhaut kommt es zu einer Verschlechterung der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen. Dies kann eine Unterversorgung an bestimmten Nährstoffen verursachen, diese Mangelzustände stellen vor allem für kleine Kinder und Jugendliche ein erstzunehmendes Problem dar. Bei der Zöliakie handelt es sich um keine Allergie: Personen mit einer Weizenallergie sind nicht glutenintolerant und haben daher auch keine Problem beim Verzehr von Roggen- und Gerstenprodukten. Haferprodukte sind nach dem derzeitigen Wissensstand für Zöliakiepatienten erlaubt, jedoch nur unter ständiger ärztlicher Kontrolle.
Die Symptome der Zöliakie können von Patient zu Patient sehr variieren, selbst der Magendarmtrakt muss nicht immer betroffen sein. Die Bandbreite reicht von keinen bis hin zu schwerwiegenden Symptomen: Blähungen, Völlegefühl, Durchfall, Schmerzen im Magendarmtrakt, Reizbarkeit, Müdigkeit und Muskelkrämpfe. Aufgrund dieser großen Symptombandbreite ist die Zöliakie oft schwierig zu diagnostizieren.
Die Wissenschafter dieses Projektes möchten zuverlässige und einfach anzuwendende Testsysteme zur Glutenerkennung entwickeln. Für weitere Informationen zu diesem Projekt besuchen Sie bitte die Leitseite im Internet: http://immunology.no/cd/eu.

Project No: QLK1-2000-00657 (GLUTEN EPITOPES IN CD)
Project Co-ordinator: Prof Dr Ludvig Sollid
University of Oslo, Institute of Immunology, Rikshospitalet
0027 Oslo, NORWAY
Tel.: +47-23073811, Fax: +47-2307 3822/3510
E-mail: l.m.sollid@labmed.uio.no

 

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