O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries.

 

FFE 585/03/SME 69

 

Heterocyclische Amine und Krebsentstehung

Neueste Forschungsergebnisse geben einen Hinweis darauf, dass viele pflanzliche Lebensmittel in der Lage sein könnten, Menschen gegen die negativen Wirkungen der Heterocyclischen Amine (HA) zu schützen. Dies ist eines der vielen neuen Ergebnisse des von FLAIR-FlOW in einem früheren Bericht vorgestellten EU-Forschungsprojektes (s.a. FFE 439/01/SME19 auf der Webseite http://www.flair-flow.com/industry-docs/ffe43901.html).

Heterocyclische Amine in der Nahrung stehen schon seit einigen Jahren im Blickpunkt des Interesses. Sie entstehen in einigen erhitzten Lebensmitteln im Konzentrationsbereich von ppb-(10-9). Mehrere in den letzten Jahren herausgegebene epidemiologische Studien zeigen eine Korrelation zwischen der Aufnahme von frittiertem Fleisch und der Entwicklung von Dickdarm-, Brust- und Prostata-Krebs, während andere Studien keine solche Beziehung zeigen.

Ziel dieses Projektes soll es sein, das Verständnis für die Wirkung heterocyclischer Amine auf die Krebsentwicklung zu steigern, vor allem analytische Methoden für mehr als 20 bekannte HA´s zu entwickeln, die quantitative Aufnahme von HA´s zu beurteilen und Biomarker sowie protektive Lebensmittelinhaltsstoffe gegen ihre schädlichen Wirkungen zu identifizieren.
Ein Teil des Projektes beschäftigt sich mit protektiven Lebensmittelinhaltsstoffen gegen die toxische Wirkung der HA´s. Mit Hilfe eines biologischen Modells fanden die Forscher heraus, dass Extrakte verschiedener pflanzlicher Lebensmittel die negativen gesundheitlichen Auswirkungen der HA´s stark reduzierten. Als am wirksamsten erwiesen sich Extrakte von grünem Tee, Rotwein, Heidelbeeren, Brombeeren, roten Weintrauben, Kiwi, Wassermelone, Petersilie und Spinat.

Weitere wichtige Ergebnisse des Projektes waren:

Projektnr.: QLK1-1999-01197 (H C AMINES) http://www.cis.tugraz.at/ilct/hca/hca.html
Projektleiter: Assoc. prof Kerstin Skog
Center for Chemistry and Chemical Engineering,
Department of Applied Nutrition and Food Chemistry, Lund University,
P.O. Box 124 (Getingsvägen 60)
SE - 221 00 Lund, SWEDEN.
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E-mail: kerstin.skog@inl.lth.se
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