O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 587-03-HP 68

 

Fortschritte in der Prävention von Herzkrankheiten

Wird das Risiko, eine Herz-Kreislauf-Krankheit (HKK) zu entwickeln verändert, wenn man in ein anderes Land zieht oder die Ernährung umgestellt wird? Forscher überall in Europa gehen dieser Frage nach indem sie Bevölkerungsgruppen in Italien, Belgien und Großbritannien untersuchen.
Herz-Kreislauf-Krankheiten sind die Haupttodesursache in Europa, aber das Risiko ist nicht gleichmäßig über Europa verteilt. Verglichen mit der italienischen Bevölkerung ist das Risiko eine Herz-Kreislaufkrankheit zu entwickeln in Großbritannien dreimal und in Belgien zweimal so hoch. Studien haben gezeigt, dass eine niedrige Rate an Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei den mediterranen Völkern mit einem geringen Verzehr von gesättigten Fettsäuren (wie sie in Butten, Rahm, Kuchen und Keksen gefunden wird) und dem Konsum von Rotwein zum Essen einhergeht. Unglücklicherweise hat in den letzten 20 Jahren in den südeuropäischen Völkern der Trend zu einer nordeuropäischen Ernährung zugenommen was sich in einer Zunahme von übergewichtigen Personen äußert. Paradoxerweise bewegen sich die nordeuropäischen Völker, mit einem höheren Vorkommen von Herz-Kreislaufkrankheiten, Richtung mediterraner Diät, zum Beispiel mit einem vermehrten Gebrauch von Olivenöl. Der Einfluss der Ernährung auf das Risikoprofil von HKK unter der europäischen Bevölkerung muss daher neu evaluiert werden. Sicher spielen auch genetische Faktoren eine Rolle und Gene interagieren wiederum mit Umweltfaktoren.
Das Immidiet-Projekt will die gegenwärtigen Ernährungsgewohnheiten von drei Europäischen Bevölkerungsgruppen (GB, Belgien und Italien) mit unterschiedlichem Herzinfarkt-Risiko untersuchen. Der Einfluss der Migration auf das Risiko eines Myocardinfarktes bei der Migration von Italien nach Belgien wird analysiert - die Integration der zwei Bevölkerungs-gruppen wird als Modell einer Gen-Umwelt-Interaktion angesehen. Daten, inklusive Messung der Nahrungszusammensetzung, Biomarker der Nahrungsaufnahme (Fettsäuren, Selen und Zink), anthropometrische Variablen und viele andere Parameter werden nun gesammelt.
Es wird angenommen, dass die Studie Präventionskampagnen in Belgien, Italien und Großbritannien, vor allem durch die Einbindung von Hausärzten, welche die Primärprävention übernehmen können, erleichtert wird.

Projekt-Referenz: QLK1-2001-00100 (IMMIDIET) http://www.negrisud.it/immidiet
Projket-Kontakt: Dr. Licia Iacoviello
"Angela Valenti" Laboartory of Genetic and Environmental Risk Factors for Thrombotic Disease, Department of Vascular Medicine and Pharmacology
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