O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 591-03-CG 69

 

Neue Erkenntnisse über Essstörungen


Patienten, die unter Anorexia nervosa (Magersucht) leiden reduzieren ihre Nahrungsaufnahme mit dem Ziel ein sehr niedriges Körpergewicht zu erzielen bzw. zu erhalten. Die Behandlung dieser Erkrankung ist sehr schwierig. Anorexia nervosa führt nicht selten zum Tod.
Bulimia nervosa (Ess- Brechsucht) ist eine Essstörung die von Essanfällen, gefolgt von selbst herbeigeführtem Erbrechen und oder Verwendung von Anführmitteln gekennzeichnet ist. Die Betroffenen versuchen auf diese Art ihr Körpergewicht zu kontrollieren.

Ein unrealistisches Körperideal in zahlreichen Kulturen bewirkt eine krankhafte Kontrolle des eigenen Körpergewichts. In Kombination mit ungünstigen genetischen Einflussfaktoren können Essstörungen wie Anorexia nervosa und Bulimia nervosa entstehen. Auch das Übergewicht wird zu den Essstörungen gezählt. Wie die Anorexie- und Bulimiepatienten leiden auch die meisten Übergewichti-gen an niedrigem Selbstwertgefühl und es wird eine extrem übertriebene Kontrolle des eigenen Körpergewichts betrieben. In manchen europäischen Ländern sind mehr als 60 % der Erwachsenen-bevölkerung übergewichtig. Neue Ansätze zur Vorbeugung dieser Erkrankungen sollen in einem neuen EU-Forschungsprojekt erarbeitet werden.
Als Probanden wurden Familien mit weiblichen Geschwisterpaaren, von denen eine Schwester an einer Essstörung erkrankt ist, ausgewählt. Ziel der Studie ist es, die persönlichen, umweltbedingten und genetischen Risikofaktoren dieser Erkrankungen zu erforschen. Die Bedeutung von Diäten im Hinblick auf die Auslösung von Essstörungen wurde an 1000 Zwillingspaaren mit Übergewicht untersucht. Quer durch Europa werden die geschlechtlichen und kulturellen Unterschiede von Männern und Frauen, wie beispielsweise die familiären Essgewohnheiten, erfasst.
Die Wissenschafter möchten mit den Ergebnissen dieser Studie sowohl die Bevölkerung als auch die Experten über die Ursachen der Entstehung von Essstörungen aufklären. Neue Therapieansätze sollen vorgestellt werden und ein Beitrag zur Gesunderhaltung der Bevölkerung durch die Reduktion jener Risikofaktoren, die als Auslöser für Essstörungen gelten, geleistet werden.


Project Reference: QLK1-1999-00916 (FACTORS IN HEALTHY EATING)
www.eatingresearch.com
Project contact: Prof Janet Treasure and Dr David A Collier
The Institute of Psychiatry; Division of Psychiatry, Eating Disorders Unit
PO Box 053; De Crespigny Park
Denmark Hill London SE5 8AF, UK
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