O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
KEG
CONSULTING AGENCY

A-1180 Wien, Kreuzgasse 79

Tel.+Fax: 01/470 35 86
e-mail: keg@pfannhauser.at

FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries.

 

FFE 595-03-HP 70

 

Isoflavone - der Weg zu Frauenherzen


Phytoöstrogene, wie z. B. Isoflavone, sind natürlicherweise in Pflanzen vorkommende, nicht steroidale Östrogen-Nachahmungen. Sie kommen in Soja, Kichererbsen und anderen Leguminosen in hohen Konzentrationen vor.

Neue Forschungsbemühungen über die Beziehung zwischen Ernährung und Herzkrankheiten zielen immer mehr auf ältere Frauen ab, so auch in einem neuen Projekt, das die schützende Rolle von Isoflavonen aus Soja auf das Herz untersuchen soll.

Krankheit und Tod durch Herz-Kreislauf-Krankheiten (HKK) nehmen bei Frauen nach der Menopause stark zu, vor der Menopause jedoch sind Frauen resistenter gegenüber den bekannten Risikofaktoren der HKK (wie hohe Blutcholesterinspiegel, erhöhter Blutdruck und Rauchen), die bei Männern das Risiko einer HKK deutlich erhöhen. Diese Veränderung wird dem Verlust der schützenden Östrogenhormone zugeschrieben. Nach der Menopause steigt die Konzentration sowohl der gesamt wie auch der LDL-Cholesterine an und auch die Gehalte an Triglyceriden steigen, sowohl beim Fasten wie auch nach dem Essen. Diese Faktoren erhöhen das Risiko von HKK. Studien an Tieren und erste klinische Studien am Menschen geben Hinweise, dass Phytoöstrogene möglicherweise das Risiko von HKK reduzieren.

Im neuen Projekt namens "Isoheart" sollen die physiologischen Effekte des Konsums von Phytoöstrogenen in Lebensmitteln - angereichert mit Isoflavonen aus Soja - sowie die günstige Effekte auf die Reduktion des Risikos von HKK bei Frauen nach der Menopause untersucht werden. Das Projekt will auch die Akzeptanz von mit Isoflavonen angereicherten Lebensmitteln untersuchen und es soll eine randomisierte Doppelblindstudie in vier europäischen Ländern, darunter Deutschland und Dänemark, durchgeführt werden. Neue Techniken inklusive genomische und proteomische Ansätze sollen verwendet werden, um die molekularen Mechanismen der Wirkung der Isoflavone zu zeigen und um die Faktoren, welche den Metabolismus der Isoflavone im Menschen bestimmen, zu untersuchen. So weiß man z.B. noch wenig über die Wirkung der Isoflavone auf dem Niveau des vaskulären Endotheliums (Zellen, die die Blutgefässe auskleiden). Im Projekt sollen neue Modelle verwendet werden, um die Aktivierung der Entzündungszeichen der Endothelialzellen zu studieren.

Project Reference: QLK1-2001-00221 (ISOHEART) www.isoheart.kvl.dk
Project contact: Prof Susanne Bügel
Department of Human Nutrition
The Royal Veterinary and Agricultural University
Rolighedsvej 30
DK-1958 Frederiksberg, DENMARK
Tel: +45 35282490
E-mail: shb@kvl.dk

Österreichischer FFE-4 Netzwerkleiter:

O. Univ. Prof. Dr. Werner Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
Internetz: http://www.pfannhauser.at