O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 599-03-CG 71

 

Das Risiko für erblichen Brustkrebs reduzieren


Hormonale Risikofaktoren und Übergewicht können für 25 - 30 % aller Brustkrebserkrankungen verantwortlich gemacht werden. Jedoch mehr als 50 % der Risikofaktoren sind unklar. Erhöhter Alkoholkonsum wird auch mit einem erhöhten Risiko in Verbindung gebracht.

Das Vorhandensein eines genetischen Risikos für Brustkrebs bedeutet nicht notwendiger-weise die Entstehung einer Krebserkrankung. Europäische Forscher suchen nach Möglichkeiten, dieses Risiko durch die Beeinflussung von Ernährungs- und Lebensstilfakto-ren zu reduzieren. Im Rahmen einer Studie, an der Probanden mit genetisch bedingten Brustkrebserkrankungen teilnehmen, sollen wichtige Erkenntnisse über die Krebsentstehung gewonnen werden. Diese Ergebnisse könnten sowohl zur Vorbeugung von genetisch bedingten Krebsgeschehen als auch von sporadisch auftretenden Krebserkrankungen beitragen.
An der genannten Studie nehmen 5000 weibliche Patienten, die vor dem 40. Lebensjahr an Brustkrebs erkrankt sind, teil. Es soll untersucht werden, ob die Probanden eine genetische Prädisposition aufweisen oder nicht. Dies soll mittels Gentests und durch Erfassung der Familiengeschichte geklärt werden. Weiters soll auch die Interaktion zwischen genetischen und ernährungsbedingten Einflussfaktoren ermittelt werden.
Obst und Gemüse, Vitamin E, Sojaprodukte und die Vermeidung des so genannten "Apfel-Typs" beim Übergewicht können möglicherweise eher vor genetisch bedingtem Brustkrebs schützen als vor sporadisch auftretenden Brustkrebserkrankungen.
Auch das Vermeiden von Zigarettenkonsum wird zur Risikoreduktion immer empfohlen.
5 - 7 % aller Brustkrebserkrankungen sind genetisch bedingt und 50 % davon werden durch spezifische Genmutationen verursacht. Derartige Mutationen bringen ein hohes Risiko für Brust- und Eierstockkrebs bei Frauen und auch für Brustkrebs bei jungen Männern mit sich. Jedoch zahlreiche Mutationen führen zu gar keiner Krebsentwicklung oder habe erst im Alter eine Brustkrebserkrankung zur Folge, da die Krebsentstehung neben der Genetik auch noch von anderen Faktoren beeinflusst wird. Die Ernährung gilt als einer dieser möglichen Einflussfaktoren.

Project Reference: QLK1-2000-00466 (C.O.S.)
Project contact: Dr Franco Berrino
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