O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 605-03-HP 75

 

Ochratoxin A kann DNA schädigen

Eine laufende Studie untersucht wie und warum der Kontakt mit Ochratoxin A zur DNA Schädigung und somit zur Auslösung eines Tumors führen kann.
Mit dem Mycotoxin Ochratoxin A können diverse Nahrungsmittel kontaminiert sein, z.B. Trauben, Getreide, tierische Produkte, aber auch Kaffee und Bier. Ein Kontakt mit Ochratoxin A ist deshalb kaum vermeidbar. Es wurde auch in menschlichen Blutproben festgestellt, bei gesunden Personen i.d.R. in geringen Konzentrationen. Geringe Ochratoxin A Gehalte in Nahrungsmitteln stellen keine Gefahr für unsere Gesundheit dar, aber in hohen Konzentrationen ist es ein potentielles Karzinogen. In Tierstudien konnte gezeigt werden, dass eine Art des Ochratoxin A Tumore in Niere und anderen Organen verursachen kann. Beim Menschen wurde eine hohe Ochratoxin A Belastung mit chronischen Nierenbeschwer-den und einer erhöhten Inzidenz für Harnwegstumore in Verbindung gebracht.
Das vorliegende Projekt ist eines mehrerer EU finanzierter Cluster Projekte über Mycotoxine. Es soll grundlegende Informationen zur Dosis-Wirkungs-Beziehung für von Ochratoxin A verursachte toxische Effekte liefern. Weiterhin soll es zum besseren Verständnis beitragen über die der DNA Schädigung zugrunde liegenden Mechanismen und deren Beteiligung an der von Ochratoxin A ausgelösten Tumorentstehung. Dies wiederum wird innerhalb der EU als Grundlage zur Festlegung wissenschaftlich begründeter Maximalgehalte für Ochratoxin A in Nahrungsmittel dienen.
Die experimentelle Arbeit ist voll im Gange, die Versuchsmodelle wurden bereits gewählt und eingerichtet. Studien mit Ratten haben gezeigt, dass eine 6monatige Belastung mit Ochratoxin A im Futter zu leichten aber beständigen Veränderungen in Form von Erbgutschäden an einigen Geweben und Organen führte. Das Auftreten primärer DNA Schäden wurde auch in Leber und Rückenmarkszellen festgestellt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es aber nicht möglich zu sagen, ob diese Schäden auf oxidativen Stress zurückzuführen sind oder auf die Einwirkung von Ochratoxin A Metaboliten auf die DNA.
Projekt Nr.: QLK1-2001-01614 (OTA RISK ASSESSMENT)

http://www.uni-wuerzburg.de/toxikologie/EU-OTA/OchratoxinA.html
Projektkontakt: Prof. Dr. Wolfgang Dekant
Department of Toxicology, University of Würzburg
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