O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries.

 

FFE 632-03-HP 83

 

Neuigkeiten über Coffein


Coffein findet sich in Tee, Kaffee, Süssgetränken (wie Cola und verschiedenen "Energydrinks") sowie in Schokolade. Durchschnittliche Coffein-gehalte häufig konsumierter Lebensmittel sind:
- Kaffee: 70mg/100ml
- Tee: 55mg/100ml
- Cola-Getränke: 16mg/100ml
- Schokolade: kleine Mengen Theobromin (Coffein-verwandte Substanz)

Coffein wird täglich von über 90% der europäischen Bevölkerung konsumiert, aber die Verbindungen zwischen Coffein und Gesundheit sind nach wie vor nicht restlos geklärt. Forscher aus ganz Europa untersuchen zur Zeit in einer umfassenden Studie über Coffein und Gesundheit diese Zusammenhänge.
Es gibt Hinweise, dass Coffein die normalen Zellfunktionen beeinflusst und verschieden physiologische Effekt bewirkt wie: Anstieg des Blutdruckes, harntreibend und müdigkeitsvermindernd. Regelmässige Aufnahme von zu viel Coffein während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Mässige Mengen an Coffein können ohne Bedenken als Teil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung konsumiert werden, aber Hinweise auf eine positive Langzeitwirkung des Coffeinkonsums fehlen.
Das Projekt "Coffein und Gesundheit" bringt ein grosses multidisziplinäres Team von Wissenschaftern und Konsumentenorganisationen zusammen, mit dem gemeinsamen Ziel, das Wissen über Coffein und dessen Effekte auf die Gesundheit und das Wohlbefinden zu verbessern.
Forscher wollen in diesem Projekt folgende Punkte untersuchen:

Die italienischen Partner haben bereits herausgefunden, dass eine mässige Aufnahme von Kaffee (bis zu 3 Tassen Espresso pro Tag) das Risiko eines akuten Herzinfarktes nicht erhöht, aber ein deutlich erhöhtes Risiko (Wahrscheinlichkeit von 1:1.9) besteht für Leute, die mehr als sechs Tassen pro Tag trinken, speziell bei denen, die zusätzlich noch rauchen. In einer anderen Fall-Kontroll-Studie wurde Kaffee trinken negativ assoziiert mit Alkohol-abhängiger Zirrhose, die wiederum eng mit Leberkrebs verbunden ist. Der Mechanismus dieser Verbindung ist unklar. Allerdings haben Forscher diese umgekehrte Beziehung zwischen der Krankheit und entkoffeiniertem Kaffee, Tee oder Colagetränken nicht gefunden.
Die vollständigen Resultate werden Anfang 2004 bei Projektende vorhanden sein, mehr Informationen kann man in der Zwischenzeit beim Projektkoordinator oder auf der Homepage erhalten.

Project No: QLK1-2000-00069 (CAFFEINE AND HEALTH)
http://www.caffeineandhealth.net/AboutUs1.htm
Project Co-ordinator: Prof Jack James
Department of Psychology
National University of Ireland,
University Road, Galway, IRELAND
E-mail: ann.byrne@nuigalway.ie; caffeine@nuigalway.ie

 

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