O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
KEG
CONSULTING AGENCY

A-1180 Wien, Kreuzgasse 79

Tel.+Fax: 01/470 35 86
e-mail: keg@pfannhauser.at

FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries.

 

FFE-634-03-CG 82

 

Ausreichende Kupferversorgung

Kupfer ist ein essentielles Spurenelement, welches für das menschliche Immunsystem und
für die Knochengesundheit von großer Bedeutung ist. Es scheint jedoch, dass man mit einer Kupfersupplementierung bei normaler ausgewogener Ernährungsweise diese eben genannten Effekte
nicht erzielen kann.

Kupfer hat zahlreiche Funktionen im menschlichen Körper: Einfluss auf die Knochenentwicklung, auf den
Eisenstoffwechsel, auf das zentralnervensystem, auf die Haut-, Haar und Nagelpigmentierung. Weiters ist Kupfer Bestandteil in zahlreichen Enzymen und Proteinen. Getreide, Gemüse und Milchprodukte gelten als gute Kupferlieferanten und mit einer normalen ausgewogenen Ernährung wird der empfohlene Tagesbedarf ohne Probleme erreicht. Weiters sind auch noch Nüsse, Samen, Meeresfrüchte, Pilze, Schokolade und Rotwein reich an Kupfer.
Ziel des europäischen Forschungsprojektes "FOODCUE" war es, die Bedeutung von Kupfer für die menschliche Gesundheit näher zu erforschen und die Richtigkeit bzw. Sinnhaftigkeit der derzeitigen Empfehlungen für die Kupferaufnahmen zu hinterfragen.

Die Wissenschafter konnten anhand der gewonnenen Ergebnisse aufzeigen, dass eine Kupfersupplementierung bei normaler ausgewogener Ernährung offenbar keinen positiven Einfluss auf die Knochengesundheit hat. Jedoch Probanden mit einer niedrigen Kupferaufnahmen aus der Nahrung konnten von einer Kupfersupplementierung im Hinblick auf die Verbesserung der Knochengesundheit profitieren. Zusätzlich konnte gezeigt werden, dass Kupfer die roten Blutkörperchen vor schädlichen Oxidationen schützen kann. Oxidative Prozesse können Zellen schädigen und zu Zellfehlfunktionen, sogar zum Zelltod führen.
Die Ergebnisse dieses Projektes wurden von der EU-Kommission beim Entwurf für die Festlegung von möglichen Obergrezen für die tägliche Kupferaufnahme berücksichtigt. Die Stellungnahme der EU-Kommission wurde im März 2003 veröffentlicht und kann unter http://europa.eu.int/comm/food/fs/sc/scf/out176_en.pdf herunter geladen werden.


Project Reference: FAIR-CT95-0813 (FOODCUE)
Project Coordinator: Professor J J Strain
Professor of Human Nutrition & Co-Director,
Centre for Molecular Biosciences
Faculty of Life & Health Sciences; University of Ulster
Cromore Road, Coleraine, BT52 1SA, UK
Tel: +44 (0) 2870 324866; Fax: +44 (0) 2870 323023
E-mail: jj.strain@ulster.ac.uk; URL: www.science.ulster.ac.uk/niche/

 

Österreichischer FFE-4 Netzwerkleiter:

O. Univ. Prof. Dr. Werner Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
Internetz: http://www.pfannhauser.at