O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 644-03-CG 86

 

Sichere Geflügelproduktion


Kokzidose ist eine Erkrankung von Geflügel, die zu verminderter Gewichtszunahme und verringerter Eierproduktion führt. Kokziodostatika sind Substanzen, die als Medikamente zur Vorbeugung und Behandlung dieser Erkrankung eingesetzt werden.

Bald schon wird es möglich sein, Rückstände von Medikamenten, die als Futterzusätze in der Geflügelproduktion verwendet werden, relativ einfach festzustellen. Dazu haben die Ergebnisse eines EU-finanzierten Projektes, welches vor kurzem abgeschlossen wurde, in entscheidendem Maße beigetragen.
Es ist eine durchaus gängige Praxis, in der Hühnerproduktion diverse Medikamente zur Behandlung einzusetzen. Rückstände davon können sowohl im Fleisch, als auch in den Eiern enthalten sein. Einige Medikamente wurden bereits verboten, wegen deren toxischen und krebserregenden Eigenschaften. Die EU forderte eine Überwachung auf derartige Rückstände in Geflügelprodukten; die Messung dieser Rückstände ist jedoch relativ schwierig.
Ziel dieses Projektes ist, rasche, einfache und anwenderfreundliche Tests zur Messung dieser Rückstände zu entwickeln und zu validieren. Diese neuen Methoden könnten sofort für das rasche Aufspüren einer Reihe toxischer Substanzen in der Nahrungskette angewandt werden und später könnten auch noch weitere Rückstände nach dem gleichen Prinzip erfasst werden.
Im Rahmen des Projektes befassen sich die Wissenschafter beispielsweise damit, Rückstände von Medikamenten, die gegen Kokzidose in der Geflügelproduktion eingesetzt werden, zu erfassen. Beispiele hierfür sind Nitroimidazole und Nicarbazin. Nitroimidazole werden als krebserregend und mutagen eingestuft und deren Einsatz ist daher EU-weit limitiert bzw. sogar verboten worden. Beispielsweise Nicarbazin zeigte im Tierversuch Schädigungen beim Nachwuchs und hormonelle Störungen. Für den Menschen gibt es diesbezüglich keine Daten im Bereich der Sicherheitsbeurteilung.
Als weiteres Ergebnis dieser Studie kann die Entwicklung einer Nachweismethode für eine andere Gruppe an Kokzidostatika genannt werden: die Halofuginone. Sie werden vor allem in Eiern und Leber gespeichert. Der Vorteil dabei ist, dass die neu entwickelte Methode wesentlich zeitsparender ist als bisherige Testverfahren.
Diese neuen Testverfahren können einen entscheidenden Beitrag zur Gewährleistung der Sicherheit der Konsumenten leisten.


Project Reference: QLK1-CT-1999-00313 (POULTRY-CHECK) http://www.utu.fi/research/residues/index.html
Project Co-ordinator: Prof. Timo Lövgren
University of Turku, Department of Biotechnology
BioCity 6A, FIN-20520 Turku, FINLAND
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E-mail: timo.lovgren@utu.fi

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