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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 644-03-CG 86
Bald schon wird es möglich
sein, Rückstände von Medikamenten, die als Futterzusätze in
der Geflügelproduktion verwendet werden, relativ einfach festzustellen.
Dazu haben die Ergebnisse eines EU-finanzierten Projektes, welches vor kurzem
abgeschlossen wurde, in entscheidendem Maße beigetragen.
Es ist eine durchaus gängige Praxis, in der Hühnerproduktion diverse
Medikamente zur Behandlung einzusetzen. Rückstände davon können
sowohl im Fleisch, als auch in den Eiern enthalten sein. Einige Medikamente
wurden bereits verboten, wegen deren toxischen und krebserregenden Eigenschaften.
Die EU forderte eine Überwachung auf derartige Rückstände in
Geflügelprodukten; die Messung dieser Rückstände ist jedoch
relativ schwierig.
Ziel dieses Projektes ist, rasche, einfache und anwenderfreundliche Tests
zur Messung dieser Rückstände zu entwickeln und zu validieren. Diese
neuen Methoden könnten sofort für das rasche Aufspüren einer
Reihe toxischer Substanzen in der Nahrungskette angewandt werden und später
könnten auch noch weitere Rückstände nach dem gleichen Prinzip
erfasst werden.
Im Rahmen des Projektes befassen sich die Wissenschafter beispielsweise damit,
Rückstände von Medikamenten, die gegen Kokzidose in der Geflügelproduktion
eingesetzt werden, zu erfassen. Beispiele hierfür sind Nitroimidazole
und Nicarbazin. Nitroimidazole werden als krebserregend und mutagen eingestuft
und deren Einsatz ist daher EU-weit limitiert bzw. sogar verboten worden.
Beispielsweise Nicarbazin zeigte im Tierversuch Schädigungen beim Nachwuchs
und hormonelle Störungen. Für den Menschen gibt es diesbezüglich
keine Daten im Bereich der Sicherheitsbeurteilung.
Als weiteres Ergebnis dieser Studie kann die Entwicklung einer Nachweismethode
für eine andere Gruppe an Kokzidostatika genannt werden: die Halofuginone.
Sie werden vor allem in Eiern und Leber gespeichert. Der Vorteil dabei ist,
dass die neu entwickelte Methode wesentlich zeitsparender ist als bisherige
Testverfahren.
Diese neuen Testverfahren können einen entscheidenden Beitrag zur Gewährleistung
der Sicherheit der Konsumenten leisten.
Project Reference: QLK1-CT-1999-00313 (POULTRY-CHECK) http://www.utu.fi/research/residues/index.html
Project Co-ordinator: Prof. Timo Lövgren
University of Turku, Department of Biotechnology
BioCity 6A, FIN-20520 Turku, FINLAND
Tel: +358 (0)2 333 8051 Fax: +358 (0)2 333 8050
E-mail: timo.lovgren@utu.fi
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
Internetz: http://www.pfannhauser.at