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FLAIR-FLOW 4 is supported by the European Commission within the 5th Framework Programme under the Quality of Life and Management of Living Resources, Key Action 1. It comprises a network that disseminates food research results to consumer groups, health professionals and the food industry in 24 European countries. |
FFE 660-03-HP 93
Von Studien in ganz Europa
ist bekannt, dass die Prävalenz von schwerem und schwerstem Übergewicht
(Adipositas) im Kindesalter zunimmt. Zu den schwerwiegenden Folgen zählen
die verminderte Lebensqualität der Betroffenen und die Belastung des
Gesundheitswesens und Sozialsystems. Die Untersuchungen im Rahmen des Chopin-Projektes
dienen deshalb auch der Entwicklung von wirkungsvollen Strategien zur Vermeidung
von Übergewicht in jungen Jahren.
Die genetische Veranlagung einer Person spielt zwar für die Entstehung
von Adipositas eine gewisse Rolle, aber von grosser Bedeutung sind bekanntermassen
Lebensstilfaktoren. Es wird zudem angenommen, dass das Nährstoffangebot
im Kleinkindalter einen bleibenden programmierenden Effekt im Hinblick auf
ein späteres Risiko für Adipositas hat.
Mit Formulanahrung ernährte Kleinkinder haben im Vergleich zu gestillten
Kindern eine höhere Wahrscheinlichkeit adipös zu werden. Es konnte
eine dosisabhängige Wirkung wissenschaftlich festgestellt werden. Je
länger gestillt wurde, umso geringer das spätere Risiko adipös
zu werden. Ein möglicher Grund könnte der relativ höhere Proteingehalt
einiger Formulanahrungen im Vergleich zu Brustmilch sein. Das Chopin-Projekt
wird diese Theorie prüfen.
Das Projekt beinhaltet u. a. eine randomisierte doppelblind Multicenter Interventionsstudie
mit gesunden Kindern aus fünf Europäischen Ländern. In dieser
Studie werden isokalorische Formulanahrungen verglichen, die entweder einen
hohen oder geringen Proteingehalt bei angepasstem Fettgehalt aufweisen. Er
wird auch der Einfluss verschiedener Ernährungsweisen anhand eines neuartigen
anthropometrischen Markers verglichen, nämlich wie sich die Differenz
zwischen Körperlänge im Alter von 2 Jahren und zum Zeitpunkt der
Geburt in Bezug auf eine spätere Adipositasentwicklung verhält.
Zu den weiteren Messgrössen zählen: Körperzusammensetzung,
Energieverbrauch, Proteinstoffwechsel, Nierenfunktion, Leptin und Insulin-ähnlicher
Wachstumsfaktor-1.
Die Ergebnisse des Projektes sollten nicht nur die Vorteile des Stillens unterstreichen,
sondern auch eine Grundlage zur Entwicklung neuer Kindernahrungen liefern
indem sie einen erneuten Anreiz bieten, Formulanahrungen mit adäquatem
Proteingehalt zu produzieren. Die Projektwebsite bietet Fachkräften im
Gesundheitssektor spezifische für die Beratung nützliche Informationen
zu Fragen der Kleinkinderernährung.
Es wurden bereits Babys rekrutiert, die nun während den ersten beiden
Lebensjahren im Rahmen des Projektes untersucht werden. Es ist geplant diese
Kohorte bis zum 8. Lebensjahr zu verfolgen, um wichtige Rückschlüsse
zu erlauben.
Die Studie endet 2005. Im Juli 2004 findet ein grosses Cluster-Meeting zum
Thema "Perinatal Nutrition and its later Consequences: New Opportunities"
statt.
Projekt Nr.: QLK1-2001-00389
(CHOPIN); http://www.childhood-obesity.org/index.php
Projektkontakt: Ms. Julia Rosen
University of Munich; Div Metabolic Disorders and Nutrition
Lindwurmstrasse 4; D-80337 Munchen, GERMANY
E-mail: jrosen@med.uni-muenchen.de;
margaret@ashwell.uk.com
O. Univ. Prof. Dr. Werner
Pfannhauser
Institut für Lebensmittelchemie und -technologie
TU Graz
Petersgasse 12/2
A-8010 Graz
Tel.: 0316/873 6471
Fax: 0316/873 6971
e-mail: keg@pfannhauser.at
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