O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 662-03-CG 92

 

Eiserne Lady?

Während der Schwangerschaft ist es durchaus üblich, dass es zu einem Absinken des Eisenspiegels im Blut kommt. Fällt der Eisenspiegel jedoch dramatisch, kann dies schädigende Wirkungen sowohl für die werdende Mutter als auch für das ungeborene Baby haben; jedenfalls führt er zu vermehrter Müdigkeit der Mutter. Deshalb werden häufig Eisenpräparate zur Supplementierung während einer Schwangerschaft empfohlen. Die verabreichten Konzentrationen schwanken beträchtlich und es gibt immer häufiger Bedenken bezüglich der Risiken einer Eisenüberdosierung.

Das EU-Projekt "Femmes" befasst sich mit der Sicherheit und Effizienz der Eisensupplementierung während der Schwangerschaft.
Zahlreiche Frauen im gebärfähigen Alter haben niedrige Eisenspiegel. Dadurch besteht ein erhöhtes Risiko für eine Anämie während einer Schwangerschaft. Ein Teil des Eisenmehrbedarfs wird durch den fehlenden Eisenverlust infolge der ausbleibenden Menstruationsblutungen und durch eine vermehrte Eisenresorption aus dem Darm abgedeckt. Dies reicht oft jedoch nicht für eine ausreichende Versorgung aus. Eine Verabreichung von Eisenpräparaten zur Behandlung von Anämien ist sehr häufig die Methode der Wahl. Bei einer Supplementierung besteht grundsätzlich die Gefahr einer Überdosierung, wenngleich beim Eisen durch die eher geringe Resorptionsrate diesbezüglich eine physiologische Schutzfunktion vorhanden ist.

Im Rahmen des Projektes konnte gezeigt werden, dass durch eine Supplementierung der Eisenstatus der Schwangeren verbessert werden kann. Die Forscher empfehlen eine Eisensupplementierung bereits am Beginn der Schwangerschaft, damit ausreichend gefüllte Eisenspeicher sowohl für die schwangere Frau als auch für das Baby zur Verfügung stehen. Im Bereich der Dosierung werden jedoch niedriger Mengen als bisher empfohlen. Die Ergebnisse des Projektes sollen zu einer Optimierung des Gesundheitszustandes von schwangeren Frauen und deren ungeborenen Babies beitragen.

Project Reference: QLK1-1999-00337 (FeMMES)
http://www.rowett.ac.uk/femmes/
Project Contact: Professor Harry McArdle
The Rowett Research Institute
Greenburn Road
Bucksburn
Aberdeen AB21 9SB, UK
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