O.Univ.Prof. Dr.
Werner Pfannhauser
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FFE 667/03/HP94

 

Das Potential der sekundären Pflanzenstoffe kann gesteigert werden

Eine an pflanzlichen Nahrungsmitteln (z.B. Früchte, Gemüse, Nüsse, Vollkorngetreide) reiche Ernährung kann einen Beitrag zur Prävention chronischer Krankheiten wie Herzkrankheit und bestimmte Krebsarten leisten. Der gesundheitsförderliche Effekt dieser Nahrungsmittel könnte aber noch verbessert werden. Eine konzertierte Aktion der EU hat untersucht wie der Gehalt an bestimmten Nährstoffen und anderen positiven Faktoren in Pflanzen grundsätzlich so gesteigert werden kann, damit diese wirklich einen schützenden Effekt im menschlichen Organismus ausüben.
Das Wissen über die möglichen Funktionen sekundärer Pflanzenstoffe ist noch begrenzt und für viele dieser Substanzen ist bisher unklar, welche Vorteile eine Konzentrationserhöhung in Kulturpflanzen wirklich mit sich bringt. Soweit mit der erhöhten Aufnahme spezifischer Nährstoffe gesundheitliche Vorteile verbunden sind, gibt es dennoch überzeugende Argumente, deren Aufnahme mit der Nahrung und nicht mit der Einnahme von Supplemente zu verbessern. Wirkliche gesundheitliche Vorteile einer Konzentrationserhöhung bestimmter Nährstoffe in pflanzlichen Nahrungsmitteln sind vor allem für Entwicklungsländer zu erwarten, wo pflanzliche Nahrungsmittel die wichtigsten Grundnahrungsmittel darstellen.
Dank biotechnologischer Verfahren konnte das Nährstoffprofil einiger Lebensmittel verbessert werden. Zum Beispiel:

In der konzertierten Aktion NEODIET arbeiten Wissenschaftler aus dem öffentlichen und privaten Sektor zusammen. Gemeinsam beurteilen sie die Möglichkeiten einer Verbesserung von pflanzlichen Nahrungsmitteln im sozialen, wirtschaftlichen und politischen Kontext. Diese Aspekte müssen bei Arbeiten im Bereich der Biotechnologie berücksichtigt werden, wenn gesundheitliche Vorteile erzielt werden sollen.
Ein wichtiger Beitrag des Projektes ist die Sonderausgabe des Journal of the Science of Food and Agriculture Vol 7, 2000. Diese beinhaltet die Stellungnahmen der Teilnehmer von NEODIET, die eine Übersicht zur gegenwärtigen Beweislage für z.B. mögliche Wege zur Lebensmittelverbesserung liefern. Sowohl eine Konzentrationserhöhung von Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen als auch die Entfernung oder Reduktion einiger der Gesundheit schädlicher Substanzen wurden diskutiert.
Die Projektwebsite http://www.ifrn.bbsrc.ac.uk/neodiet/ bietet Zugang zu Informationen und Newslettern, die Einblick in die für bestimmte Produkte entwickelten Technologien zur Verbesserung von pflanzlichen Lebensmitteln geben.

Projekt Nr.: FAIR-CT97-3052 (NEODIET)
Projektkontakt: Dr David Lindsay
Biochemistry Department, Institute of Food Research
Norwich Research Park, Norwich NR4 7UA, UK
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E-mail: dlindsay@bbsrc.ac.uk

 

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