Kontrollierte Melonenreifung

F-FE 358/00

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Gereinigte Warzenmelonen haben gute sensorische Eigenschaften aber eine kurze Lagerhaltbarkeit. Eine kontrollierte Ethylen- (ein natürliches Reifungsagens) Biosynthese ist ein Weg zur Verlängerung der Lagerzeit und um dieses Ziel im angehenden FAIR-Projekt zu erreichen wird die Gentechnik dazu unbedingt benötigt. Es wurden zwei Selbstbestäubungen an den B17 Elternlinien (schützt das gegenwirkende AAC-Oxidasegen) durchgeführt und die Nachkommen zeigten völlige Beständigkeit hinsichtlich Fruchteigenschaften und Unterdrückung der Ethylenproduktion.

Eine Untersuchung der physiologischen Eigenschaften an der B17-Linie der Pflanzen und Früchte zeigten, daß die Unterdrückung der Ethylenproduktion in transgenen Früchten einen besseren Widerstand gegen Frostschäden ergaben. Transgene Früchte (einschließlich F1 Hybride) können, im Gegensatz zum Wildtyp, geringeren Temperaturen (2 °C) über eine längere Zeitdauer ohne Anzeichen von Frostschäden (Lochfraß und Bräunung der Rinde) widerstehen.

Die Unterdrückung der Ethylenproduktion, durch die Expression des gegensinnigen AAC-Gen, ergaben die Hemmung von mehreren (aber nicht allen) Reifungsprozessen. In veränderten Früchten waren schnell verflüchtigende Verbindungen geringer als in unveränderten Früchten. Außerdem waren die stark riechenden Stoffe (Etyhlbutanoat und verzweigt-, verkettete Ester, wie Ethyl-2-methylpropanoat und Ethyl-2-methylbutanoat) ausgeprägter als flüchtige Verbindungen mit geringer Geruchsintensität, wie 2-Methylbuthyl-acetat .Bei einer nachträgliche Behandlung der Früchte mit Ethylen setzte der Reifungsprozess wieder ein (d. h. Erweichung des Fruchtfleisch, Gelbfärbung der Schale, Duft leicht flüchtiger Verbindungen.

Die allgemeine Akzeptanz von veränderten Melonen ist ein größeres Problem als das Vorhandensein eines kanamycinresistenten Gen, deshalb wird es in der Zukunft nicht angenommen werden. Dies hat die Gesellschafter dazu veranlaßt, das Programm in eine andere Richtung zu führen, nämlich auf die Generation der Elternlinien ohne ausgewählte Markergene, um einen geordneten Zustand von F1 Hybridkombinationen zu erreichen.

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Dr. D. Lor, TEZIER S.A.
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