Lebensmittelallergene pflanzlichen Ursprungs

F-FE 368/00

Das „PROTALL" Projekt untersucht die Beziehung zwischen dem allergenen Potential und der biologischen Aktivität in Lebensmittelallergenen pflanzlichen Ursprunges. Vier bis acht Millionen Menschen quer in der EU haben irgendeine Art von Lebensmittelallergie. Etwa sieben Lebensmittelgruppen sind davon betroffen; vier von diesen sind pflanzlichen Ursprunges, Pollen (z.B. Birken), Samen (z.B. Erdnüsse, Senf, Soja; Reis, Weizen) und Früchte/ Gemüse (z.B. Äpfel, Pflaumen, Sellerie). Viele dieser beschriebenen Allergene haben ein Protein geringen Molekulargewichts (10 - 20 kDalton). Sie sind hitzebeständig und haben biologische Aktivität.

„PROTALL" hat speziell drei Ziele: (i) die Beziehung zwischen biologischer Aktivität, damit verbundene Struktur und allergenischen Potenial bekannter Pflanzenallergene abzuschätzen; (ii) den Einfluß bei der Verarbeitung zu untersuchen und die Effekte der biologischen Aktivität und die Wechselwirkungen der Lebensmittelinhaltsstoffe mit Allergene sowie die Aktivierung des Immunsystems zu untersuchen; und (iii) Kriterien für die Erfassung von Allergen Daten in bestehenden Datenbanken, z.B. „NETTOX" einzuführen (siehe F-FE 316/99).

Die Schwerpunkte liegen auf den Punkten (i) und (ii). Eine Auflistung von Lebensmittel, die allergische Reaktionen verursachen ist aufgezeichnet worden und es wurden Festlegungen getroffen, was ein Allergen ausmacht. Ein elektronisches Verzeichnis mit den biochemischen Eigenschaften von Allergenen, zusammen mit ihrer klinischen Bedeutung ist von der Hälfte der Projektteilnehmer fertiggestellt worden. Das Verzeichnis ist schnell durchsuchbar und hat über 50 Eintragungen von pflanzlichen Lebensmittel. Die Projektpartner werden die Eintragungen jährlich auf den neusten Stand bringen. Das fertige Verzeichnis wird auf der Projektnetzseite (siehe unten) veröffentlicht.

Pflanzenproteine zwecks Austausch mit den Partnern wurden gesammelt und es ist geplant die allergenen Proteine auszuwählen die auf IgE aus allergenen Personen (a) nicht wirken (z.B. Pfirsichprotein), (b) verstärkt wirken (z.B. geröstete Nüsse) und (c) verringert wirken (z.B. gewisse Allergene aus Früchten)

Für weitere Informationen kontaktieren Sie: Dr. C. Mills, Institute of Food Research, Norwich, Research Park, Colney, Norwich, NR4 /UA, United Kingdom, Tel: +44-1603-255000; Fax:+44-1603-507723; Email: Clare.Mills@BBSRC.ac.uk

Website: www.ifr.BBSRC.ac.uk/PROTALL