Die Erfolgsgeschichte geht in die vierte Runde

FLAIR FLOW EUROPE - DIE VIERTE

1991 wurde das erste FLAIR FLOW EUROPE Projekt zur Informationsvermittlung über europäische Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich Lebensmittel und Ernährung von der Kommission genehmigt. F-FE - so das Kürzel, das dem Rahmenprogramm FLAIR (Food Linked Agro-Industrial Research) entnommen war - hatte seitdem in jedem der folgenden Rahmenprogramme seinen Platz. Bekannt wurde es vor allem durch seine „1- pager“ genannten Kurzfassungen laufender EU - Forschungsprojekte im Bereich Lebensmittel und Ernährung. In Österreich unterstütze F-FE auch die Abhaltung zahlreiche Seminare und Symposien. Nunmehr hat die Kommission das neue FLAIR FLOW EUROPE IV Projekt mit einem der höchsten je erreichten Wertungen im 5. Rahmenprogramm bewilligt. Die Verhandlungen wurden abgeschlossen und mit Jänner 2001 begann das neue Projekt.

DIE AUFGABE
Es gibt einige wesentliche Neuerungen: Die Zahl der teilnehmenden Länder hat sich sprunghaft vergrößert. 24 Länder, davon 14 EU - Länder (alle außer Luxemburg), Norwegen, Island, die Schweiz und 7 mittel- und osteuropäische Länder (CZ,SK,PL,RU,H,BG,LT) nehmen teil.

Aber auch strukturell erfolgten Veränderungen. Aufgrund der gestiegenen Zahl von Teilnehmerländern wird als zweite Organisationsebene die der Action Leader eingezogen. Diese koordinieren die zielgruppenorientierten Aktivitäten der 24 Länder.

Eine eigene Action Group widmet sich den Möglichkeiten der elektronischen Medien, vorzugsweise dem Internetz als Informations- aber auch Diskussionsforum.

Im Sinne des auch im 5. Rahmenprogramm der EU deutlich gewordenen Schwerpunkts und der vom Europäischen Parlament vehement geforderten Darstellung des Nutzens von Forschung und technischer Entwicklung für den Verbraucher, wurden der Information des EU - Bürgers durch klare und allgemein verständliche Information und der Möglichkeit in Diskussionsforen ("Fragen Sie den Fachmann") Meinungen, Kritik und Anregungen zu bringen, Rechnung getragen. Das ist auch für F-FE eine neue Dimension. Sie erfordert die Fähigkeit der Wissenschafter und Fachleute auch "dem Mann und der Frau von der Straße" Ergebnisse von Forschungsvorhaben verständlich und die Vorteile einsichtig zu machen.

Abb. 1 gibt die allgemeine Struktur von F-FE IV wieder.

 

DER WEG
Zwei wesentliche Säulen bilden das neue Programm:

In diesem Bereich sollen neben dem "klassischen" 1-pager (einer einseitigen Kurzfassung von Fortschritten laufender EU - Projekte im Bereich Lebensmittel und Ernährung) und den bewährten Veröffentlichungen (siehe Kasten) zusätzlich Handbücher und Berichte zu häufig diskutierten Fragen wie beispielsweise Gentechnik, Lebensmittelsicherheit und Allergien für die Weiterverbreitung auch in Laienkreisen erstellt werden.


VORTRAGSBÄNDE

Folgende Vortragsbände sind zum Selbstkostenpreis von € 14,55,- unter der Adresse

Institut für Bio- und Lebensmittelchemie,
Arbeitsgruppe Lebensmittelchemie und -technologie,
Petersgasse 12/II, 8010 Graz erhältlich:

8. SEMINAR FÜR TOXIKOLOGIE; Hormonal wirksame Substanzen in Umwelt und Lebensmitteln: Vorkommen, Wirkungen und toxikologische Bewertung á € 21,80,-

Folgende Gratisbroschüren können angefordert werden:

Ready-to-use Fruit and Vegetables Flair Flow Europe Technical Manual F-FE 376A/00

Food Processing Equipment Design and Cleanability Flair Flow Europe Technical Manual F-FE 377A/00

Managing the Cold Chain for Quality and Safety Flair Flow Europe Technical Manual F-FE 378A/00

Microbial Control in the Meat Industry Flair Flow Europe Technical Manual F-FE 379A/00

Freshness, Quality and Safety in Seafoods Flair Flow Europe Technical Manual F-FE 380A/00

SME Opinion on Food RTD Flair Flow Europe Technical Manual F-FE 384/00


Damit sollen Rückmeldungen der "Endverbraucher" gesammelt werden und in Rückkopplung die Ideen, Fragen und Erfahrungen in die künftige RTD - Politik einfließen. Auch in diesem Bereich werden zusätzlich elektronische Möglichkeiten (e-Post, interaktive Internetzseiten, Diskussionsforen) geboten. Die strukturierte Diskussion in den Plattformen wird gemeinsam mit den interaktiven Netzseiten den Bedarf nach zusätzlicher Information ermitteln  sowie auch Kritik und Anregungen zur benutzerfreundlichen Darstellung der Forschungsergebnisse geben.

DAS ZIEL
Das Ziel ist eine Effektivitätssteigerung im Bereich Forschung und technische Entwicklung, sowie eine Schwachstellenanalyse. Das F-FE - Netzwerk übernimmt somit eine ganz wichtige Mittlerrolle bei der Verbreitung von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen zwischen den Forschern und Endnutzern KMUs, Gesundheitsberufen und Verbrauchern. Damit werden der Kommission Anhaltspunkte für Korrekturen und Ausrichtung der Forschungsprogramme gegeben.

Wesentliche Zielvorgabe von F-FE IV ist auch die Einbeziehung der mittel- und osteuropäischen Staaten. Diese Aufgabe steht in Übereinstimmung mit dem Konzept des Europäischen Forschungsraumes (European Research Area - ERA).

DIE ORGANISATIONSSTRUKTUREN
Der organisatorische Aufbau von F-FE IV umfaßt den Projektkoordinator Jean-Francoise Quillien (INRA Quimper), 5 Action Leader (mit den Bereichen KMU, Gesundheitsberufe, Verbraucher und mittel- und osteuropäische Staaten, sowie Internetz). Hinzu kommen die Nationalen Netzwerk - Leiter in den 24 Teilnehmerstaaten. Diese Organisationsstruktur ist in Abb.2 abgebildet.


 

Das österreichische FFE IV - Netzwerk leitete:

O. Univ. Prof. Dr. Werner PFANNHAUSER
1180 Wien, Kreuzgasse 79
Ruf + Fax 01/470 35 86
Institut für Bio- und Lebensmittelchemie,
TU Graz
8010 Petersgasse 12/2
Ruf : 0316 873 6470
Fax : 0316 873 6970
e-Post : keg@pfannhauser.at

Information:
Die deutsche Version der einseitigen Zusammenfassung über laufende EU - Forschungsprojekte findet sich auf der Leitseite mit F-FE 1-pager - Verzeichnis:

http://www.pfannhauser.at

O.Univ.Prof. Dr. Werner Pfannhauser